IHK-Umfrage: Wirtschaft in SH leidet unter Krisen und Kriegen
Die Stimmung bei den Betrieben in Schleswig-Holstein ist getrübt. Eine IHK-Konjunkturumfrage hat ergeben, dass immer mehr Unternehmen ihre Lage als schlecht einschätzen.
Die wirtschaftliche Lage der Betriebe in Schleswig-Holstein hat sich zu Jahresbeginn 2026 deutlich verschlechtert. Das hat eine Konjunktur-Umfrage der IHK ergeben. Der Konjunkturklimaindex fällt demnach von 95,4 auf 83,9 Punkte - der langjährige Durchschnitt waren 106 Punkten.
Betriebe leiden unter gestiegenen Kosten
26 Prozent der befragten Betriebe bewerteten ihre Lage als schlecht, nur noch 22 Prozent als gut. Grund seien weltpolitische Entwicklungen und Krisen, die in vielen Branchen unkalkulierbare Risiken mit sich brächten, sagt Thomas Buhck, Präsident der IHK Schleswig-Holstein.
Demnach stuften 67,9 Prozent der Betriebe die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als Geschäftsrisiko ein. Ebenfalls machen den Unternehmen gestiegene Kosten zu schaffen, etwa durch gestiegene Energie- und Rohstoffpreise. Sie werden von 64,8 Prozent als Risiko genannt. Weitere Faktoren sind hohe Arbeitskosten und eine sinkende Nachfrage.
Industrie, Handel und Transport besonders betroffen
Nur zwölf Prozent der Unternehmen rechneten in den kommenden zwölf Monaten mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage, dagegen erwarteten 38 Prozent eine Verschlechterung. Betroffen sind laut IHK so gut wie alle Branchen, vor allem in der Industrie, im Handel sowie in Transport und Logistik. In Teilen der Bauwirtschaft und im Dienstleistungssektor sieht es aktuell zwar besser aus, dort auch hier sind die Erwartungen getrübt.
IHK fordert Entlastungen
Buhck fordert deshalb spürbare Entalstungen für die Unternehmen. "Eine vorgezogene Unternehmenssteuerreform und eine Absenkung der Stromsteuer für alle Verbraucher wären wirksame Signale der Bundesregierung", so Buhck.