Hände halten ein Smartphone vor einem Laptop. Auf den Bildschirmen befinden sich abstrakte Codes.
AUDIO: Nachrichten 17:00 Uhr - 31.08.2026 (6 Min)

Hacking-Verdacht: Durchsuchung bei Jugendlichem aus Nordfriesland

Stand: 31.08.2026 18:46 Uhr

Ein Jugendlicher aus Nordfriesland steht im Verdacht, mehrfach an Computersabotage beteiligt gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt bereits seit Januar.

Die Polizei hat bereits am vergangenen Donnerstag Wohnungen in Nordfriesland sowie weitere Objekte in Brandenburg und Hessen durchsucht. Hintergrund sind Ermittlungen gegen die Gruppe "SharkNet". Diese hatte Computersysteme von Stadt- und Kreisverwaltungen, Bundesbehörden, bei Telekommunikationsdienstleistern und Einzelhandelsketten angegriffen, berichtet das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein (LKA) am Montag in einer Mitteilung.

Die Gruppe hatte sogenannte DDoS-Attacken eingesetzt. Dabei generieren die Angreifer eine Flut künstlicher Anfragen. Damit sollen Systeme überlastet werden.

Das forderte die Hackergruppe

Die Forderung der Gruppe: jeweils 30.000 Euro in Bitcoin. Offenbar wollten sich die Angreifer auch einen Namen machen. Sie verlangten zusätzlich, die Bezeichnung der Gruppe solle in den Abendnachrichten auftauchen. Auf keine der Forderungen wurde eingegangen, teilt das LKA mit.

Zwei Jugendliche unter den Tatverdächtigen

Bei der Durchsuchung wurden Datenträger und Zugangsdaten sichergestellt. Sie werden aktuell ausgewertet, heißt es von der Polizei. Die Verdächtigen in Nordfriesland und Oranienburg in Brandenburg sind noch in jugendlichem Alter. Haftgründe liegen nicht vor - alle drei Tatverdächtigen sind deshalb auf freiem Fuß. LKA und Staatsanwaltschaft hatten bereits seit Januar gegen die Gruppe ermittelt.

Eine Darstellung einer Überweisung.

Laut einer Sprecherin haben Cyber-Kriminelle eine Rechnung abgefangen, verändert und mit gefälschten Kontodaten an die Stadtkasse geschickt.

Eine Frau sitzt betroffen vor einem Laptop und hält sich die Hände vor Mund und Nase

Aktuelle Zahlen des BKA zeigen: Die Bedrohungslage durch Cyberkriminalität ist anhaltend hoch. Auch eine Kielerin wurde gehackt.

Eine Person sitzt vor einem Rechner und lächelt in die Kamera

Fabian Schmidt schildert, wie er mit Verhandlungen in Chats Zeit gewann, um Kunden zu warnen und größeren Schaden abzuwenden.

Hände tippen etwas auf einer Computertastatur.

Unsere Welt wird immer abhängiger von digitalen Systemen. Und damit anfälliger für Viren, Hacker und Datenklau. Was passiert dazu in Norddeutschland?

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 31.08.2026 | 17:00 Uhr

Schlagwörter zu diesem Artikel

Kreis Nordfriesland

Cyberkriminalität

Ein Waschbär blickt in die Kamera

Waschbären breiten sich in Schleswig-Holstein immer weiter aus. Hotspots sind Lübeck und der Kreis Herzogtum-Lauenburg.

In einem Nagelstudio werden die Hände einer Frau mit blauem und transparentem Gel und Glitzer verziert.

Im Rahmen einer bundesweiten Kontrolle haben Zollbeamte einige Betriebe in Schleswig-Holstein überprüft. Das kam dabei heraus.

Domagoj Duvnjak
Handball-Bundesliga

Die Kieler bejubelten bereits ihren vermeintlichen Sieg. Dann kam der Videobeweis zum Einsatz und sorgte für Ernüchterung beim THW.

Ruine einer Sprengstoff-Produktionshalle in Geesthacht.

Im Kalten Krieg warteten bei Kellinghusen US-Kernwaffen auf den Einsatz. Das ist nur einer der vergessenen Orte im Land.

Videos