Hacking-Verdacht: Durchsuchung bei Jugendlichem aus Nordfriesland
Ein Jugendlicher aus Nordfriesland steht im Verdacht, mehrfach an Computersabotage beteiligt gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt bereits seit Januar.
Die Polizei hat bereits am vergangenen Donnerstag Wohnungen in Nordfriesland sowie weitere Objekte in Brandenburg und Hessen durchsucht. Hintergrund sind Ermittlungen gegen die Gruppe "SharkNet". Diese hatte Computersysteme von Stadt- und Kreisverwaltungen, Bundesbehörden, bei Telekommunikationsdienstleistern und Einzelhandelsketten angegriffen, berichtet das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein (LKA) am Montag in einer Mitteilung.
Die Gruppe hatte sogenannte DDoS-Attacken eingesetzt. Dabei generieren die Angreifer eine Flut künstlicher Anfragen. Damit sollen Systeme überlastet werden.
Das forderte die Hackergruppe
Die Forderung der Gruppe: jeweils 30.000 Euro in Bitcoin. Offenbar wollten sich die Angreifer auch einen Namen machen. Sie verlangten zusätzlich, die Bezeichnung der Gruppe solle in den Abendnachrichten auftauchen. Auf keine der Forderungen wurde eingegangen, teilt das LKA mit.
Zwei Jugendliche unter den Tatverdächtigen
Bei der Durchsuchung wurden Datenträger und Zugangsdaten sichergestellt. Sie werden aktuell ausgewertet, heißt es von der Polizei. Die Verdächtigen in Nordfriesland und Oranienburg in Brandenburg sind noch in jugendlichem Alter. Haftgründe liegen nicht vor - alle drei Tatverdächtigen sind deshalb auf freiem Fuß. LKA und Staatsanwaltschaft hatten bereits seit Januar gegen die Gruppe ermittelt.