Wettbewerb für Nachwuchsforscher: Diese Talente haben gewonnen
Die Universität in Kiel war Gastgeberin des europäischen Wettbewerbs für Nachwuchswissenschaftler. Beim "European Contest for Young Scientists" (EUCYS) wurden nun die Preisträger ausgezeichnet.
Ein KI-basiertes System zum Schutz vor Telefonbetrug oder eine neue Technik, die die ausgeatmete Luft eines Menschen für eine frühe Lungenkrebs-Diagnose analysiert: Diese und weitere Forschungsarbeiten präsentieren die 14- bis 20-jährigen Nachwuchstalente auf dem Gelände der Christian-Albrechts-Universität (CAU) in Kiel. Zum ersten Mal seit 33 Jahren hat der European Contest for Young Scientists (EUCYS) mit Kiel als Gastgeberin wieder in Deutschland stattgefunden.
Gewinner stehen fest: Preise und Forschungspraktika vergeben
Nun stehen die Gewinnerinnen und Gewinner fest. Im Audimax der Christian-Albrechts-Universität wurden am Samstag (26.9.) die Preise im Beisein von Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) verliehen. Die prämierten Arbeiten wurden mit Geldpreisen von 2.500 bis zu 7.000 Euro und Teilnahmen an internationalen Forschungspraktika gewürdigt. Gewinner können EUCYS auch bei international renommierten Wissenschaftsveranstaltungen vertreten.
Zweiter Preis für Medizin-Projekt aus Niedersachsen
Bei einer der Hauptkategorien ging ein zweiter Preis nach Deutschland: Jamila-Cate Tran aus Niedersachsen wurde für ihre Arbeit im Bereich Medizin geehrt. Sie untersuchte die Wirkung bestimmter Medikamente bei Patienten ohne Diabetes nach einer Nierentransplantation. Die mit 7.000 Euro dotierten vier ersten Preise gingen an Nachwuchsforschende aus Georgien, Polen, Kanada und Italien.
Nachwuchswissenschaftler aus 37 Ländern
Fünf Tage lang haben junge Nachwuchsforschende aus 37 Ländern ihre Arbeiten in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen vorgestellt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus der EU, Südkorea, Kanada, den USA, Israel und Ägypten. Für die Präsentation ihrer Ideen hatten die Veranstalter direkt vor dem Audimax ein großes Zelt aufgestellt.
Jury aus 20 Fachleuten
Für einige Arbeiten wurden nach Angaben der CAU bereits Patente angemeldet. Mit dabei waren auch drei deutsche Preisträgerinnen und Preisträger des Bundeswettbewerbs "Jugend forscht". Die insgesamt über 140 Teilnehmenden präsentierten ihre Forschungsprojekte aus zehn wissenschaftlichen Disziplinen einer 20-köpfigen internationalen Fachjury - ihr gehörten auch eine Medizinerin und ein Informatiker der CAU Kiel an.
Wettbewerb wird seit 1989 veranstaltet
Seit 1989 bringt der European Contest for Young Scientists einmal jährlich die Gewinnerinnen und Gewinner der nationalen MINT-Nachwuchswettbewerbe - in Deutschland als "Jugend forscht" bekannt - aus ganz Europa zusammen und lädt sie zum Wettstreit und Austausch ein. 1993 hat der Wettbewerb zuletzt in Deutschland stattgefunden.