Nicolai Schlüter, Lewin Raetzell und Moritz Trapp entwickelten eine Software zur künstlichen Bestäubung durch programmierte Drohnen.
AUDIO: Nachrichten 14:00 Uhr - 27.09.2026 (4 Min)

Wettbewerb für Nachwuchsforscher: Diese Talente haben gewonnen

Stand: 27.09.2026 14:15 Uhr

Die Universität in Kiel war Gastgeberin des europäischen Wettbewerbs für Nachwuchswissenschaftler. Beim "European Contest for Young Scientists" (EUCYS) wurden nun die Preisträger ausgezeichnet.

von Anke Rösler

Ein KI-basiertes System zum Schutz vor Telefonbetrug oder eine neue Technik, die die ausgeatmete Luft eines Menschen für eine frühe Lungenkrebs-Diagnose analysiert: Diese und weitere Forschungsarbeiten präsentieren die 14- bis 20-jährigen Nachwuchstalente auf dem Gelände der Christian-Albrechts-Universität (CAU) in Kiel. Zum ersten Mal seit 33 Jahren hat der European Contest for Young Scientists (EUCYS) mit Kiel als Gastgeberin wieder in Deutschland stattgefunden.

Gewinner stehen fest: Preise und Forschungspraktika vergeben

Nun stehen die Gewinnerinnen und Gewinner fest. Im Audimax der Christian-Albrechts-Universität wurden am Samstag (26.9.) die Preise im Beisein von Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) verliehen. Die prämierten Arbeiten wurden mit Geldpreisen von 2.500 bis zu 7.000 Euro und Teilnahmen an internationalen Forschungspraktika gewürdigt. Gewinner können EUCYS auch bei international renommierten Wissenschaftsveranstaltungen vertreten.

Zweiter Preis für Medizin-Projekt aus Niedersachsen

Bei einer der Hauptkategorien ging ein zweiter Preis nach Deutschland: Jamila-Cate Tran aus Niedersachsen wurde für ihre Arbeit im Bereich Medizin geehrt. Sie untersuchte die Wirkung bestimmter Medikamente bei Patienten ohne Diabetes nach einer Nierentransplantation. Die mit 7.000 Euro dotierten vier ersten Preise gingen an Nachwuchsforschende aus Georgien, Polen, Kanada und Italien.

Nachwuchswissenschaftler aus 37 Ländern

Fünf Tage lang haben junge Nachwuchsforschende aus 37 Ländern ihre Arbeiten in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen vorgestellt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus der EU, Südkorea, Kanada, den USA, Israel und Ägypten. Für die Präsentation ihrer Ideen hatten die Veranstalter direkt vor dem Audimax ein großes Zelt aufgestellt.

Jury aus 20 Fachleuten

Nicolai Schlüter, Lewin Raetzell und Moritz Trapp entwickelten eine Software zur künstlichen Bestäubung durch programmierte Drohnen.
Über 140 Nachwuchsforschende präsentierten ihre Arbeiten beim europäischen Wissenschaftswettbewerb in Kiel. (Symbolbild)

Für einige Arbeiten wurden nach Angaben der CAU bereits Patente angemeldet. Mit dabei waren auch drei deutsche Preisträgerinnen und Preisträger des Bundeswettbewerbs "Jugend forscht". Die insgesamt über 140 Teilnehmenden präsentierten ihre Forschungsprojekte aus zehn wissenschaftlichen Disziplinen einer 20-köpfigen internationalen Fachjury - ihr gehörten auch eine Medizinerin und ein Informatiker der CAU Kiel an.

Wettbewerb wird seit 1989 veranstaltet

Seit 1989 bringt der European Contest for Young Scientists einmal jährlich die Gewinnerinnen und Gewinner der nationalen MINT-Nachwuchswettbewerbe - in Deutschland als "Jugend forscht" bekannt - aus ganz Europa zusammen und lädt sie zum Wettstreit und Austausch ein. 1993 hat der Wettbewerb zuletzt in Deutschland stattgefunden.

Jungforscher Cornelius Quint und Nina Ahlers von der Stiftung Naturschutz stehen am Offenbütteler Moor

Cornelius Quint aus Husum hatte 2022 eine Idee, mit der er bei "Jugend forscht" gewonnen hat. Jetzt setzt er sie in die Praxis um.

Reagenzgläser und Pipette

Zwei 17-jährige Schüler von der Max-Planck-Schule in Kiel waren im Kanzleramt zu Gast.

Zwei Schülerinnen blicken auf ein Tablet-PC

"Jugend forscht" boomt in Schleswig-Holstein. 70 Prozent mehr Schülerinnen und Schüler als im Vorjahr nehmen in diesem Jahr teil.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 27.09.2026 | 14:00 Uhr

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