Ahrensburg: 38 Linden sollen für Straße gefällt werden
Für die Sanierung des Waldemar-Bonsels-Wegs in Ahrensburg könnten 38 Linden gefällt werden. Gegen diese Pläne hat sich eine Bürgerinitiative gegründet.
Grün, schattig, kühl - die Allee prägt seit Jahrzehnten den Waldemar-Bonsels-Weg in Ahrensburg (Kreis Stormarn). Doch damit könnte bald Schluss sein, denn die Stadt will die Straße sanieren und die 80 Jahre alten Linden fällen. Der Grund: Durch die Wurzeln der 38 Bäume können Rollstuhlfahrer den Gehweg kaum noch benutzen. Den Anwohnern gefallen diese Pläne der Stadtverwaltung nicht.
Bürgerinitiative für den Erhalt der Allee
Petra Oppermann hat in einem Zeitungsartikel von den Plänen der Stadt erfahren. Sie wohnt seit Jahren in der Straße und sieht den Sanierungsbedarf. Trotzdem kommt sie zu anderen Schlüssen als die Verwaltung und hat gemeinsam mit ihren Nachbarn eine Bürgerinitiative gegründet.
"Ich kann das quasi gar nicht in Worte fassen, mich würde das total entsetzen, wenn die Bäume hier abgeholzt werden [...] barrierefrei, toll, aber super heiß dann natürlich im Sommer", sagt Oppermann.
Die rund 18 Mitglieder haben über mehrere Wochen eine eigene Variante für die barrierefreie Sanierung ihrer Straße erarbeitet. Ihr Ziel: Für die Instandsetzung sollen so wenig Linden wie möglich gefällt werden.
Jede Straße müsse einzeln betrachtet werden
In Ahrensburg gibt es viele Alleen wie die im Westen der Stadt. Die Bürgerinitiative befürchtet, dass ihre Straße zum Präzedenzfall werden könnte. Aus der Stadt heißt es dazu allerdings: Jede Straße müsse einzeln betrachtet werden. Der Waldemar-Bonsels-Weg sei eine Sondersituation, sagt Tobias Römer von der Stadtverwaltung.
Dort sei "die Grundlage in den 60er-Jahren nicht gut gewesen", da die Linden damals mitten in den Gehweg gepflanzt worden seien, so Römer.
Geduld gefragt
Es wird noch eine Weile dauern, bis klar ist, ob und wie viele Linden im Waldemar-Bonsels-Weg gefällt werden. Die Bürgerinitiative hat ihren Sanierungsvorschlag an den Bauausschuss übergeben. Sie hofft, dass diese Variante bei der Entscheidung berücksichtigt wird.