Warum die Luftqualität in Niedersachsen derzeit so schlecht ist
In Niedersachsen ist die Luftqualität laut Umweltbundesamt derzeit in weiten Teilen des Landes "mäßig" bis "schlecht". Für die hohen Feinstaub-Werte gibt es gleich mehrere Gründe.
Besonders betroffen sind größere Städte, während es in höheren Lagen teils bessere Werte gibt. Hauptursache ist laut Umweltbundesamt die aktuelle Wetterlage. Kaum Wind, wenig Regen und kalte Temperaturen sorgen dafür, dass sich die Luft über Niedersachsen kaum austauscht. Hinzu kommt, dass die derzeit vorherrschende Kaltluft aus Osteuropa stammt und bereits mit Feinstaub vorbelastet ist.
Emissionen vor Ort belasten Luft weiter
Vor Ort verschärfen Verkehrsemissionen und das Heizen mit Holz die Situation zusätzlich. Eine Expertin des Umweltbundesamtes spricht von einer "stehenden Luftmasse", die wie eine Wand über dem Land liegt. Messstationen zeigen in Städten wie Hildesheim und Göttingen zuletzt schlechte Werte, in Hannover, Oldenburg, Lingen und Osnabrück überwiegend mäßige. Anders ist es im Harz: Auf dem Wurmberg im Landkreis Goslar wurde zeitweise gute Luftqualität gemessen.
Schlechte Luftqualität: Keine kurzfristige Besserung in Sicht
Wann sich die Lage entspannt, ist laut Umweltbundesamt schwer vorherzusagen. Erst Regen, Wind oder deutlich wärmere Temperaturen könnten die belastete Luft verdrängen. Voraussichtlich bleibe die Situation noch mindestens bis zum Wochenende bestehen. Feinstaub kann vor allem für empfindliche und vorerkrankte Menschen problematisch sein. Kopfschmerzen, Husten oder Kurzatmigkeit sind mögliche Folgen. Experten raten, körperliche Aktivitäten im Freien möglichst in verkehrsarmen Zeiten durchzuführen. Aktuelle Luftwerte lassen sich online über Karten des Umweltbundesamtes oder entsprechende Smartphone-Apps abrufen.