Das ehemalige Bundeswehr-Depot in Itterbeck von oben.

Grundausbildung niederländischer Soldaten bald in Niedersachsen?

Stand: 24.09.2026 19:32 Uhr

Das niederländische Militär hat Interesse an einem 110 Hektar großen Gelände in Itterbeck (Grafschaft Bentheim) - zur Grundausbildung seiner Rekruten.

Das Gelände des ehemaligen Bundeswehr-Depots sei gut dafür geeignet, dort Rekruten des sogenannten "Dienjaar", also der militärischen Grundausbildung in den Niederlanden, auszubilden. Das bestätigte das Büro des niederländischen Regionalministers für Verteidigung dem NDR Niedersachsen. Diese mögliche Nachnutzung des ehemaliges Depots ist Teil eines ersten Entwurfes eines "Letter of Intent" (Absichtserklärung). Den wollen der Landkreis Grafschaft Bentheim und die niederländische Provinz Overijssel im Oktober unterzeichnen. Der Kreistag hat in seiner Sitzung am Donnerstagnachmittag für die Unterzeichnung gestimmt. In der Absichtserklärung geht es neben engerer Zusammenarbeit bei der Verteidigung auch um neue Kooperationen bei Wirtschaft, Forschung und Bildung.

Offenbar keine Tests von Waffensystemen geplant

Auf der Fläche in Itterbeck stehen mehrere Hallen, es gibt viel freies Gelände und ehemalige Bunker. Mittlerweile gehört die Fläche Investoren. Für erste Tests könnten ab November etwa 250 Rekruten dort in ein Feldtraining gehen, so der Plan. Sie sollen demnach lernen, wie sie sich auf dem Gelände bewegen und dort zelten. Laut niederländischem Regionalminister für Verteidigung sollen auf dem ehemaligen Depot keine Waffensysteme getestet werden. Das wollten auch die Grundstückseigentümer nicht, die den Vertrag mit dem niederländischen Militär abschließen würden.

Landrat sieht Chancen für Region

Der Landkreis Grafschaft Bentheim begleitet diese Vertragsgespräche. Landrat Uwe Fietzek (parteilos) erhofft sich durch die Zusammenarbeit auch direkte Vorteile für die Samtgemeinde und den ganzen Landkreis: "Im zweiten Schritt mit 500 Rekruten vor Ort ist das natürlich schon Potenzial was Einkaufverhalten angeht, die müssen verpflegt werden." Zudem könne sich "irgendwann" vielleicht auch die Option eröffnen, dass man eine Bahnanbindung schaffe, so der Landrat weiter.

Ein Eurofighter der Alarmrotte startet bei einer Übung

Die Übung der Luftwaffe geht über mehrere Tage und endet am Freitag. Es kommt zu Fluglärm in der Region.

Bombenabwurfplatz Nordhorn Range

Geprobt wird das Zusammenspiel von Flugzeugen und Bodentruppen. In den kommenden zwei Wochen könnte es deshalb lauter werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 16.09.2026 | 15:00 Uhr

OB-Kandidatin Katharina Pötter der CDU auf dem Osnabrücker Markt

Schon im ersten Durchgang holte die CDU-Oberbürgermeisterin die meisten Stimmen. Jetzt hat sie die Stichwahl gewonnen.

Katharina Pötter (CDU) im Interview.

Katharina Pötter (CDU) setzte sich in Osnabrück mit 57 Prozent der Stimmen gegen Volker Bajus (Grüne) durch.

Anna Kebschull (Grüne) im Portrait.

Die parteiübergreifende Kandidatin behauptete sich in der Stichwahl deutlich gegen CDU-Kandidat Thomas Spieker.

Oberbürgermeister Jens Hofschröer (CDU) in Lingen nach dem Wahlsieg.

Fast hätte Jens Hofschröer (CDU) es mit 49,49 Prozent schon im ersten Durchgang geschafft - jetzt gelang es ihm deutlich.

Aktuelle Videos aus Niedersachsen