Wilhelmshaven: DUH warnt vor Biozid-Einleitung in die Jade

Stand: 18.09.2026 10:24 Uhr
Das Spezialschiff "Excelsior" kommt am neu gebauten Anleger in der Jade nördlich des Tiefwasserhafens JadeWeserPort an.
Nach Angaben der DUH sollen jährlich rund 170 Millionen Kubikmeter behandeltes Prozesswasser in die Innenjade gelangen. (Archivbild)

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt vor möglichen Schäden durch die geplante Einleitung von mit Chlor-Bioziden behandeltem Prozesswasser des LNG-Terminalschiffs "Excelsior" in die Jade. Laut DUH wurde der Betrieb des zweiten LNG-Terminalschiffes in Wilhelmshaven ursprünglich nur mit Ultraschallreinigungsverfahren genehmigt. Die Betreiberfirma habe jedoch eine Änderung im Betrieb angestrebt und wolle ab sofort auch Biozid einleiten. Die DUH warnt vor zusätzlichen Schadstoffeinträgen in das Wattenmeer. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat die Einleitung nach Angaben der Umwelthilfe vorläufig zugelassen. Nach Angaben der DUH sollen jährlich rund 170 Millionen Kubikmeter behandeltes Prozesswasser in die Innenjade gelangen. Die Umweltorganisation hat gegen den Antrag der Deutschen Energy Terminal Einwendung erhoben und fordert, die Einleitung zu verhindern.

Das Spezialschiff "Excelsior" kommt am neu gebauten Anleger in der Jade nördlich des Tiefwasserhafens JadeWeserPort an.

Das Terminalschiff "Excelsior" soll bis zu 4,6 Milliarden Kubikmeter Erdgas ins deutsche Netz einspeisen.

Das Spezialschiff "Excelsior" kommt am neu gebauten Anleger in der Jade nördlich des Tiefwasserhafens JadeWeserPort an.

Die "Excelsior" soll als weiteres schwimmendes Importterminal für Flüssigerdgas dienen. Kritik kommt von der Umwelthilfe.

Das Spezialschiff "Höegh Esperanza", ein schwimmendes LNG-Terminal, liegt am Anleger.

Die Umwelthilfe fordert, das Terminal umzurüsten oder auf zwei Plattformen auszuweichen, die ohne Chlor betrieben werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 18.09.2026 | 09:30 Uhr

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