Ein Einsatzfahrzeug der Polizei frontal in Unschärfe.

Verfolgungsfahrt über 27 Kilometer: 26-Jähriger flüchtet vor Polizei

Stand: 27.09.2026 12:36 Uhr

Ein Autofahrer hat sich im Landkreis Wesermarsch mit der Polizei eine Verfolgungsfahrt über 27 Kilometer geliefert. Der 26 Jahre alte Mann fuhr in einer 30er-Zone bis zu 100 Stundenkilometer schnell.

Beamte wollten den Fahrer am Samstag gegen 21.30 Uhr auf der B212 bei Stadland-Rodenkirchen kontrollieren, teilte die Polizei mit. Statt anzuhalten, sei der 26-Jährige in Richtung Elsfleth weitergefahren. Er habe auf der Bundesstraße auf etwa 150 Kilometer pro Stunde beschleunigt. Im Stadtgebiet von Elsfleth sei er mit Tempo 100 durch eine 30er-Zone gerast. Auf einem Parkplatz in Elsfleth hätten zusätzlich alarmierte Polizisten den Autofahrer zum Anhalten bringen können - wie genau, teilte die Polizei nicht mit. Der Mann sei daraufhin aus dem Auto ausgestiegen und zu Fuß weiter geflüchtet - zu diesem Zeitpunkt hatte die Polizei den Mann bereits auf einer Strecke von 27 Kilometern verfolgt. Er habe schließlich in einem Graben mit Wasser gefasst werden können, hieß es.

Autofahrer war ohne Führerschein unterwegs

Der 26-Jährige besaß der Polizei zufolge keinen Fahrerlaubnis. Gegen ihn wurden mehrere Verfahren eingeleitet - wegen der Teilnahme an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen, mehreren Unfallfluchten und wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Während der Verfolgungsfahrt war der 26-Jährige den Angaben zufolge nicht allein im Auto: Auf dem Beifahrersitz habe die Fahrzeughalterin gesessen, so die Polizei. Sie erwarte ein Verfahren wegen Zulassens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Zeugen gesucht: Wo gab es gefährliche Situationen?

Während der Flucht des 26-Jährigen kam es der Polizei zufolge zu mehreren Unfällen und gefährlichen Situationen für andere Verkehrsteilnehmende. Betroffene und Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (04401) 93 50 bei der Polizei Brake mit Hinweisen zu melden.

Schriftzug "UNFALL" ist an einer Rückscheibe eines Streifenwagens der Polizei eingeblendet.

Im Interview erklärt die Verkehrsunfall-Opferhilfe, was Betroffene und Angehörige bedenken sollten und wo es Unterstützung gibt.

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