Das Thermometer fiel herunter und Quecksilber lief aus.

Wilhelmshaven: Fieberthermometer löst Feuerwehr-Einsatz aus

Stand: 17.09.2026 11:14 Uhr

Ein zerbrochenes Fieberthermometer hat am Dienstag einen Gefahrguteinsatz in Wilhelmshaven ausgelöst. Eine Bewohnerin hatte die Feuerwehr alarmiert, weil Quecksilber ausgelaufen war.

Nach Angaben der Stadt war der Frau beim Temperaturmessen das Thermometer zu Boden gefallen, wodurch sich das Quecksilber im Flur ihrer Wohnung verteilte. Die Frau habe den Notruf gewählt und auf Anweisung der Leitstelle die Wohnung verlassen. Die Feuerwehr sei in Schutzkleidung angerückt, um das ausgetretene Quecksilber zu sichern. Die Helfer hätten Reste des Schwermetalls von Kleidung und Schuhen der Bewohnerin entfernt. Bis eine Fachfirma die Wohnung gereinigt habe, sei diese unbewohnbar, so die Stadt. Die Bewohnerin konnte demnach bei Angehörigen unterkommen.

Quecksilber laut Giftnotruf kein Grund zur Panik

Das Giftinformationszentrum Nord in Göttingen, das den Giftnotruf (0551) 192 40 betreibt, wollte den konkreten Fall nicht bewerten. Generell sei ein zebrochenes Quecksilber-Thermometers aber kein Grund zur Panik. Giftig seien vor allem die Dämpfe, die bei Raumtemperatur aber nur langsam entstünden. Auch Laien könnten das ausgetretene Quecksilber normalerweise selbst zusammenfegen und in einem luftdichten Gefäß, etwa einem Marmeladenglas, zu einer Deponie bringen. Dass im Wilhelmshavener Fall die Feuerwehr ausgerückt ist, sei ein Standardverfahren bei solchen Notrufen, erklärte eine Sprecherin. Gerade bei seltenen Lagen zögen die Einsatzkräfte ein digitales Nachschlagewerk zurate, das das Vorgehen empfohlen habe. Nach dem Motto: "Vorsicht ist besser als Nachsicht."

Warnschild vor Reinigungsmittelflaschen (Bildmontage)

Das ergibt die Bilanz der Göttinger Zentrale für 2025. Für die meisten Vergiftungen sorgen aber eindeutig Arzneimittel.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 17.09.2026 | 06:30 Uhr

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