IHK-Umfrage: Die niedersächsische Wirtschaft in Wartestellung
Hohe Energie- und Arbeitskosten, der Nahost-Konflikt und Zurückhaltung bei Investitionen weltweit: All das belastet auch die Wirtschaft in Niedersachsen. Dennoch hat sich die Geschäftslage leicht verbessert.
Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Niedersachsen hervor. Darin ist die Rede von einer "Non-Junktur", da sich eher wenig bewege. Mehr als jedes vierte Unternehmen, 26 Prozent, beurteilt demnach seine Geschäftslage weiter als schlecht. Nur knapp jedes fünfte Unternehmen, 19 Prozent, sprach von einer guten Geschäftslage. Das ist eine leichte Verbesserung gegenüber der Umfrage im Frühjahr: Da hatten noch 27 Prozent von einer schlechten und nur 17 Prozent von einer guten Lage berichtet.
IHK kritisiert hohe Energiepreise
Die neusten Reformvorhaben der Bundesregierung sind auch in der Umfrage abgebildet. Demnach werden diese von den Unternehmen zwar positiv bewertet. Viele sind aber noch zurückhaltend und sagen, dass die Maßnahmen erst noch beschlossen, umgesetzt und wirksam werden müssten. Daher befindet sich die Wirtschaft in Niedersachsen eher in einer Wartestellung, wie die IHK mitteilt. Gleichzeitig kritisiert sie die hohen Energiepreise und die hohe Unternehmensbesteuerung. Einzig Banken und Versicherungen berichten von guten Geschäften. In allen anderen Sektoren bleibt die Lage auch weiterhin angespannt.