3. Liga

Breitenreiter legt bei Hansa Rostock los: "Sehe sehr viel Potenzial"

Stand: 24.09.2026 21:39 Uhr

André Breitenreiter hat am Donnerstag die Arbeit als neuer Trainer des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock aufgenommen. Für die Mission Aufstieg soll ein neuer Teamgeist her - und Schnelligkeit im Spiel nach vorn.

Vor der Vertragsunterschrift am Montag habe es "fantastische Gespräche" mit den Verantwortlichen des Clubs gegeben - und auch der Kennenlernabend mit dem Trainerteam am Mittwoch habe ihn darin bestätigt, dass diese Aufgabe jetzt die richtige sei, erklärte der 52-Jährige.

Der FC Hansa hatte am Montag Breitenreiter als Nachfolger des in der vergangenen Woche freigestellten Daniel Brinkmann bekanntgegeben. Er sei "von Beginn an der Wunschkandidat des FC Hansa" gewesen, hatte es in der Mitteilung geheißen.

Breitenreiter startet mit neuem Co-Trainer

Gemeinsam mit Breitenreiter stand am Donnerstag bei der ersten Übungseinheit auch ein neuer Co-Trainer auf dem Platz: Timo Struckmeier (zuvor Hannover 96 II) bildet fortan mit Yannic Thiel und Adam Susac das Co-Trainergespann beim FCH.

Trainer André Breitenreiter von Hansa Rostock
3. Liga

Der neue Hoffnungsträger bei den Mecklenburgern steht vor einer Hercules-Herausforderung. Die Erwartungen sind hoch. Laut Daten könnte die Ausgangslage aber besser sein.

Beim Auftakttraining habe sich seine neue Mannschaft bestens aufgelegt gezeigt, berichtete Breitenreiter bei der anschließenden Pressekonferenz: "Das sind quasi schon die ersten drei Punkte, die wir eingefahren haben." Nach einer Borreliose-Erkrankung im vergangenen Jahr sei er inzwischen vollständig genesen und bereit für die Aufgabe bei der "Kogge".

Noch keine Drittliga-Erfahrung

Für den ehemaligen Bundesliga-Stürmer ist Hansa die erste Trainerstation in der 3. Liga. "Es ist eine intensive Liga, das wissen wir", sagte Breitenreiter. Das vom Verein vorgegebene Ziel Aufstieg habe ihn derweil nicht abgeschreckt. "Wenn man ambitioniert arbeiten möchte, ist man einem gewissen Druck ausgesetzt", so der neue Übungsleiter. "Hansa Rostock ist ein Verein mit großen Ambitionen. Trotzdem schießt Tradition keine Tore und eine große Anhängerschaft sorgt nicht allein für Punkte. Genauso wenig aber auch meine erfolgreiche Vergangenheit."

Das wird keine One-Man-Show. Ich brauche Einigkeit und Geschlossenheit. Nur so kann es gehen. André Breitenreiter

In der Vergangenheit hatte Breitenreiter mit Hannover 96 (2014) und dem SC Paderborn (2017) bereits zwei Clubs in die erste Liga geführt und war vor vier Jahren Schweizer Meister mit dem FC Zürich. Sein zweites Engagement bei Hannover 96 im vergangenen Jahr verlief allerdings weniger erfolgreich.

Fokus auf Qualität des Ballbesitzes

Bei seiner Arbeit will Breitenreiter vor allem auf Teamwork setzen, erklärte er. "Das wird keine One-Man-Show. Ich brauche Einigkeit und Geschlossenheit. Nur so kann es gehen." Fans und Team müssten eine Einheit bis zum letzten Spiel bilden. Werte wie respektvoller Umgang und Demut seien ihm ebenfalls wichtig.

Von seiner neuen Mannschaft sei er jedenfalls überzeugt: "Ich sehe sehr viel Potenzial, erfolgreich arbeiten zu können." Seinen spielerischen Ansatz beschrieb er danach so: "Es ist nicht die Frage, wie viel Prozent Ballbesitz man im Spiel hat, sondern wie hoch die Qualität des Ballbesitzes ist. Für mich ist es wichtig, schnell nach vorn zu spielen. Aus dem Mittelfeld möchte ich immer wieder Optionen haben, nach vorn zu denken."

Portraitaufnahme von Andre Breitenreiter

In der aktuellen Verfassung zählt Hansa Rostock nicht zu den klaren Aufstiegskandidaten. Jetzt ruhen alle Hoffnungen auf dem neuen Trainer.

Rostocks Benno Dietze (m.) im Zweikampf mit Essens Lucas Brumme
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Die Mecklenburger kassieren bei Rot-Weiss spät den Ausgleich, holen aber den vierten Punkt im zweiten Spiel unter Interimstrainer Thiel.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Nordmagazin | 24.09.2026 | 19:30 Uhr

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