Brotmuseum: Ernten, mahlen und backen in Ebergötzen
"Vom Korn zum Brot": Unter diesem Titel zeichnet das Europäische Brotmuseum in Ebergötzen die rund 8.000 Jahre lange Geschichte des Getreideanbaus nach. Zum Museum gehören auch zwei Mühlen und ein Getreidegarten.
Brot als Grundnahrungsmittel und seine Rolle in Kultur, Brauchtum und Religion über die Jahrtausende - diese und weitere Themen beleuchtet das Europäische Brotmuseum. Es befindet sich in dem kleinen Ort Ebergötzen, etwa 17 Kilometer nordöstlich von Göttingen. Die Dauerausstellung ist in einem historischen Forstamt untergebracht und führt Besucher von den ersten Bauern um 5.500 vor Christus über Bronze- und Eisenzeit und Mittelalter bis in unsere Zeit.
Backöfen, Mühlen und Gärten
Zu dem Museum gehört auch ein großes Freigelände mit zwei historischen Mühlen, einem mittelalterlichen Wehrturm und weitläufigen Gärten. Außerdem finden Besucher dort landwirtschaftliche Geräte, Fahrzeuge und mehrere nachgebaute Backöfen aus vergangenen Jahrtausenden, unter anderem einen Steinzeit- und einen Römerofen. An speziellen Aktionstagen werden sie angeheizt.
Bei den beiden historischen Mühlen handelt es sich um eine Wassermühle aus Tirol, deren Technik aus dem frühen 17. Jahrhundert stammt, sowie um eine 1812 gebaute Bockwindmühle aus Niedersachsen. In einem Getreidegarten wachsen selten gewordene und fast vergessene Getreidesorten wie Einkorn und Emmer, abe auch Pseudogetreide wie Buchweizen, Amarant und Quinoa. Der benachbarte Apothekergarten zeigt Heil- und Gewürzpflanzen. Im Parkgelände des Museums finden im Sommer kulturelle Veranstaltungen statt. Außerdem beteiligt sich das Museum regelmäßig am Deutschen Mühlentag, der jährlich am Pfingstmontag stattfindet.
Brotmuseum Ebergötzen
Göttinger Straße 7
37136 Ebergötzen
Tel.: 05507 / 99 94 98
Infos und Öffnungszeiten auf der Website des Museums