Medizinische Task Force trainiert Katastrophenfall
Was passiert, wenn in einem Katastrophenfall die Kapazitäten der schleswig-holsteinischen Einsatzkräfte nicht mehr ausreichen? Genau das üben an diesem Wochenende mehr als 200 Einsatzkräfte verschiedener Organisationen.
In einer umfangreichen Übung trainieren vom 18. bis zum 20. September die zwei schleswig-holsteinischen Einheiten der Medizinischen Task Force (MTF) in Neumünster und Boostedt (Kreis Segeberg) die medizinische Versorgung im Katastrophenfall. Das teilte heute das Innenministerium mit. Das gemeinsame Training soll demnach im Ernstfall die Arbeitsabläufe verbessern.
Mit dabei seien auch Kräfte des THW sowie anderer Hilfsorganisationen. Unter anderem sollen Behandlungsplätze aus Zelten aufgebaut werden.
MTF als Teil des Bevölkerungsschutzes
Die Medizinische Task Force ist eine Einheit des Bundes für Zivilschutz. Sie hilft und unterstützt die Katastrophenschutz-Einheiten der Bundesländer - zum Beispiel im Spannungs- und Verteidigungsfall oder wenn Hilfe über Ländergrenzen hinweg gebraucht wird. Laut Innenministerium ist sie ein wichtiger Baustein im Gesamtkonzept des Bevölkerungsschutzes.
Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe werden derzeit in ganz Deutschland 61 Einheiten der MTF aufgebaut.
Innenministerin Finke vor Ort
Das Innenministerium weist darauf hin, dass in Neumünster und Boostedt im Übungszeitraum mehr Einsatzfahrzeuge als gewohnt unterwegs sein könnten. Innenministerin Magdalena Finke (CDU) will am Samstag den Übungsplatz in Boostedt, das Katastrophenschutzlager des Landes, besuchen und sich ein Bild von der Übung machen.