Elmshorn: Wer selbst fegt, soll weniger für Straßenreinigung zahlen
Spezielle Kameras haben erfasst, welche Straßen in Elmshorn besonders sauber und welche besonders schmutzig sind. Der Stadtwerkeausschuss berät, ob die Reinigungsintervalle je nach Bedarf angepasst werden können.
Erste Gespräche dazu haben am Montagabend im Stadtwerkeausschuss stattgefunden. In der Beschlussvorlage wird betont, dass die Stadt verpflichtet ist, die Gebühren regelmäßig an die tatsächlichen Kosten anzupassen.
Aufgrund von Inflation und gestiegenen Personalkosten müssen die Gebühren grundsätzlich steigen, heißt es. Für einige Straßen könnten die Gebühren aber sogar sinken.
Durch Filmaufnahmen weiß die Stadt, welche Straßen sauber sind
Durch die Aufnahmen von speziellen Kameras, die an Fahrzeugen der Stadt befestigt sind, konnte ausgewertet werden, welche Straßen besonders schmutzig und welche besonders sauber waren. Mithilfe dieser Daten könnten in Zukunft die Intervalle angepasst werden, in denen die einzelnen Straßen gereinigt werden müssen. Für einige Anwohner könnten die Straßenreinigungsgebühren so sogar sinken, weil bei ihnen seltener gereinigt würde als zuvor.
Finale Entscheidung am 24. September
Laut Beschlussvorlage müssen 48 Straßen in Elmshorn zukünftig nicht mehr von der Stadt gereinigt werden. Weiter heißt es, dass damit auch ein Anreiz für andere Anwohner geschaffen werden könne, sich um die Sauberkeit vor der eigenen Tür zu kümmern. Eine finale Entscheidung trifft das Stadtverordnetenkollegium am 24. September.