Forscher testen eine neue Windanlage im Forschungspark Windenergie in Krummendeich.

Forschung bei Wind und Wetter: Wissenschaftler bauen neues Windrad

Stand: 24.09.2026 16:00 Uhr

In einem Forschungspark in Krummendeich (Landkreis Stade) haben Wissenschaftler eine neue Windenergieanlage errichtet. Neue Komponenten und Technologien sollen hier unter realen Betriebsbedingungen erprobt werden.

Die Anlage "OPUS 3" ist im Forschungspark Windenergie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) die dritte Anlage. Zwei weitere Anlagen, die "OPUS 1" und "OPUS 2", sind dort dem DLR zufolge seit 2023 in Betrieb. Bei der neuen Anlage handele sich um eine "in dieser Form einmalige, modulare Windturbine". Das DLR hat sie eigenen Angaben zufolge speziell für die Forschung entworfen und gebaut. Die Montage wurde am Mittwoch abgeschlossen. Nun beginne "die umfangreiche Inbetriebnahme", heißt es. Der reguläre Forschungsbetrieb soll Anfang 2027 aufgenommen werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt das Projekt laut DLR mit rund sechs Millionen Euro.

Baukasten: Teile austauschen und neu kombinieren

Forscher testen eine neue Windanlage im Forschungspark Windenergie in Krummendeich.
Die etwa 30 Tonnen schwere Gondel wird an der Windkraftanlage montiert.

Die Anlage ist dem DLR zufolge absichtlich deutlich kleiner als viele aktuelle Anlagen. "Denn diese Dimensionen ermöglichen es, vorindustrielle Prototypen und neue Komponenten zunächst in kleinerem Maßstab zu erproben, der aber bereits nah an den realistischen Betriebsbedingungen ist", heißt es. Gleichzeitig können die Forschenden Änderungen vornehmen, Komponenten austauschen oder auch neu kombinieren. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen bestenfalls auf marktspezifische Windenergieanlagen übertragen und bei neuen Anlagen berücksichtigt werden.

Schon der Aufbau der Anlage liefert Erkenntnisse

Bereits während des Aufbaus fanden erste wissenschaftliche Messungen statt. Die Forschenden beobachteten laut DLR das Verhalten des Turms im Wind, bevor die Gondel - auch Maschinenhaus genannt - montiert wurde. Das Schwingungsverhalten des Turms sei aufgrund des fehlenden Teils ein anderes gewesen. Die Messungen sollen den Angaben nach unter anderem dabei helfen, Aufbauprozesse künftig besser zu planen und Risiken zu reduzieren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 24.09.2026 | 13:30 Uhr

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