Cyclassics: So blickt Niedersachsen auf das Radrennen 2026
Mehr als 10.000 Radsportlerinnen und -sportler treten am Sonntag bei den Cyclassics an. Ein großer Teil des Rennens läuft in Hamburg, Startpunkt für die Profis ist aber wieder Buxtehude (Landkreis Stade).
Los geht es auf dem Marktplatz, wo sich nach Angaben der Stadt im vergangenen Jahr mindestens 3.000 Menschen zum Zuschauen eingefunden haben. Dieses Jahr rechne man mit noch größerem Andrang. Parallel findet auch wieder das Weinfest statt. Diese Kombination habe sich beim letzten Mal bewährt, so die Stadt. Vom Marktplatz geht es für die mehr als 160 Profis dann nach dem Start durch die Buxtehuder Altstadt und über Hollenstedt und Rosengarten nach Hamburg. Während des Weinfests sind laut Stadt Live-Übertragungen des Rennens geplant. Auch die Amateure bei den Cyclassics werden auf der 110 Kilometer langen Strecke Buxtehuder Luft schnuppern.
Keine Sorge vor Vorfällen wie beim Ironman in Hamburg
Auch abseits der Cyclassics würden inzwischen mehr Radsportlerinnen und Radsportler nach Buxtehude kommen, so die Stadt. Anlass zur Sorge, dass es zu einem Vorfall wie beim Ironman in Hamburg kommt, sehen die Verantwortlichen derweil nicht. Dort hatten plötzlich Tausende Metallsplitter auf der Straße gelegen und für Stürze und Verletzungen gesorgt - oder auch für den Verlust von Zeit. Die Sperrungen für die Strecke würden in Buxtehude erst am frühen Sonntagmorgen aufgebaut und anschließend werde noch einmal alles kontrolliert, so die Stadt. Außerdem seien während des Rennens 80 Freiwillige als Streckenposten im Einsatz.
Kritik an der Streckenführung
Aus der Region kommen allerdings auch kritische Töne. Dabei geht es um die Streckenführung und nicht prinzipiell gegen den Radsport. In der Gemeinde Rosengarten (Landkreis Harburg) müssen Anwohnerinnen und Anwohner die Sperrung einer zentralen Straße hinnehmen. Das hatte bereits im vergangenen Jahr für Kritik gesorgt. Geändert habe sich nichts, sagte Carsten Peters, Erster Gemeinderat, dem NDR Niedersachsen. Sollte etwa die Feuerwehr zu Einsätzen ausrücken müssen, dann hätte sie Sonderrechte und das Rennen müsste unterbrochen werden. Im letzten Jahr sei das aber nicht vorgekommen.
Freilichtmuseum am Kiekeberg erwartet weniger Besucherinnen und Besucher
Auch wirtschaftliche Einbußen beschäftigen die Orte an der Strecke. "Im vergangenen Jahr lagen die tatsächlichen Besuchseinbußen am Tag der Cyclassics bei rund 50 Prozent", teilte etwa das Freilichtmuseum am Kiekeberg (Landkreis Harburg) mit. Damit habe man unter den befürchteten 80 Prozent gelegen - "dennoch bedeutet auch ein Rückgang um die Hälfte für uns einen erheblichen Verlust", hieß es weiter. In diesem Jahr rechne man wieder mit etwa halb so vielen Besucherinnen und Besuchern wie an "normalen Tagen". Viele langwierige Baustellen und Straßensperrungen würden in diesem Jahr ohnehin schon die Anfahrt zum Museum erschweren.
News aus deiner Region - jetzt auch direkt per WhatsApp
Abonniere News aus deiner Region und aktiviere die Glocke, damit du nichts verpasst.
- NDR Braunschweig - NDR Göttingen - Harz - Südheide - Solling - Wolfsburg - Salzgitter - Peine
- NDR Lüneburg - Heide - Uelzen - Unterelbe - Wendland - Altes Land - Stade - Landkreis Harburg
- NDR Hannover - Celle - Hildesheim - Hameln - Schaumburg - Nienburg
- NDR Oldenburg - Ostfriesland - Friesland - Oldenburger Land - Cuxhaven - Verden - Elbe-Weser-Dreieck
- NDR Osnabrück - Emsland - Artland - Grafschaft Bentheim - Dümmer-Region