Gegen Judenhass: Hannover 96 unterstützt Kampagne "Shalom Digga"

Stand: 22.09.2026 19:50 Uhr

Hannover 96 unterstützt die Social Media-Kampagne "Shalom, Digga - Sag Nein zu Judenhass". Das teilte der Geschäftsführer des Zweitligisten am Dienstag in der Heinz von Heiden Arena in Hannover mit.

Vier Spieler von Hannover 96, darunter Benjamin Källmann und Franz Roggow, machen sich in den kurzen Videos für Diversität und gegen Judenhass stark. Damit setze Hannover 96 seine jahrelange Arbeit gegen Rassismus und Antisemitismus fort, so Geschäftsführer Henning Bindzus. Der niedersächsische Landesbeauftragte gegen Antisemitismus, Gerhard Wegner sieht in Hannover 96 einen starken Multiplikator. Vor allem jüngere Menschen kämen so in Berührung mit der Kampagne. Wegner zufolge sei es wichtig, ein Gegengewicht zu israelfeindlichen Beiträgen in den sozialen Medien zu schaffen.

Wegner warnt vor Dämonisierung des Staates Israel

Die niedersächsische Justizministerin Kathrin Wahlmann (SPD), die auch bei der Vorstellung von 96 als Unterstützer der Kampagne dabei war, blickt mit Sorge auf die steigenden Zahlen von antisemitischen Straftaten. So erfasst der Jahresbericht 2025 der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Sachbeschädigungen, aber auch Angriffe und Bedrohungen gegen Jüdinnen und Juden. Laut Landesbeauftragtem Wegner wird vor allem der Staat Israel verteufelt und dämonisiert. Dies sei hochgefährlich und bereite den Boden für Angriffe auf Juden. Es gehe darum, zwischen sachlicher Kritik und Antisemitismus zu unterscheiden: Jeder dürfe die Politik des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu kritisieren, aber nicht gleichzeitig das Existenzrecht Israels in Frage stellen.

An der Eckfahne eines Fußballplatzes liegen Aufkleber der Partei AfD

Die AfD weiß um die Kraft des Sports und nutzt ihn, um weitere gesellschaftliche Bereiche für sich zu erschließen. Die Landessportbünde im Norden fahren dabei ganz unterschiedliche Strategien.

Flaggen und Fahnen von Eintracht Braunschweig in einer Fankurve

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Eine Schülerin spricht in ein Mikrofon - neben ihr steht eine weitere Schülerin.

Mit der Aktion sollen Jugendliche erreicht - und Vorurteile gegen Juden abgebaut werden. Das Land gibt 130.000 Euro.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Niedersachsen 18.00 | 22.09.2026 | 18:00 Uhr

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