Diskussion um Landrat Riethig: Führungskräfte weisen Vorwürfe zurück
In der Diskussion um Göttingens Landrat Marcel Riethig (SPD) weisen 17 Führungskräfte in einem offenen Brief Vorwürfe zurück, die der Landrat ihnen gemacht hat.
Riethig sagte zuletzt, die Führungskräfte hätten Belege "frisiert" - oder Akten, die seine Unschuld beweisen würden, bewusst weggelassen. Die Führungskräfte entgegnen nun, sie hätten die Unterlagen für die Mitteilung an das Innenministerium "nach bestem Wissen und Gewissen aus einer Vielzahl an Akten zusammengestellt". Außerdem stritten sie ab, Akten an die Medien gegeben zu haben. Von dem Ordner existiere nur eine Version, diese liege beim Innenministerium in Hannover. Digitale Fassungen existieren den Führungskräften zufolge nicht. In dem offenen Brief erklären sie sich bereit, das eidesstattlich zu versichern.
Führungskräfte werfen Riethig üble Nachrede vor
Am Montag veröffentlichten die Führungskräfte des Landkreises den offenen Brief, der an den Kreistag des Landkreises Göttingen sowie den fraktionslosen Abgeordneten und die Presse adressiert ist. Sie erheben darin zudem neue Vorwürfe gegen den Landrat. Sie werfen ihm üble Nachrede vor und beziehen sich dabei vor allem auf Riethigs Aussage, sie hätten "die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises, den Kreistag, das Innenministerium und die Beschäftigten der Kreisverwaltung arglistig getäuscht."