Mitreden! Deutschland diskutiert

Tankrabatt und Preisdeckel - wie teuer darf der Sprit sein?


Montag, 28. September 2026, 20:15 bis 22:00 Uhr

LIVE: Tankrabatt und Preisdeckel: Was tun gegen die hohen Spritpreise?

An den Tankstellen erreichen die Preise Rekordwerte - die Stimmung der Autofahrer ist dementsprechend auf dem Tiefpunkt. Besonders schwierig ist die Situation für Pendler und Berufsgruppen, die aufs Auto angewiesen sind. Die Bundesregierung hat einen erneuten Tankrabatt auf den Weg gebracht, Bundestag und Bundesrat gaben grünes Licht. Ist das der richtige Weg oder wären andere Maßnahmen sinnvoller? Und: muss die Regierung überhaupt eingreifen bei den Spritpreisen? Diskutieren Sie mit!

Moderatorin Angela Ulrich begrüßt als Gäste:

Maurice Höfgen
Ökonom, Autor und YouTuber

Manuel Frondel
Energieökonom und Leiter des Kompetenzbereiches "Umwelt und Ressourcen" am RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen

Chris Berdrow
Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio

Die Bundesregierung will die Bürger wegen der hohen Spritpreise entlasten und hat eine Neuauflage des Tankrabatts auf den Weg gebracht. Am Freitag gaben Bundestag und Bundesrat dafür grünes Licht. Vom 1. Oktober bis 31. Dezember soll die Energiesteuer auf Diesel und Benzin um rund 14 Cent pro Liter gesenkt werden. Die Mehrwertsteuer eingerechnet ergibt sich laut Regierung an der Zapfsäule eine Entlastung von bis zu 17 Cent pro Liter. Geplant ist außerdem ein zeitlich begrenzter Spritpreisdeckel, damit die Preise an der Tankstelle ein gewisses Niveau nicht überschreiten.

Lob und Kritik für den Tankrabatt

Der Sozialverband Deutschland begrüßt, dass es Entlastungen geben soll. Den Tankrabatt hält er aber nicht für die richtige Lösung. Die geplanten Maßnahmen der Regierung seien teuer und entlasteten auch diejenigen, die keine Unterstützung benötigen, so das Argument.

Der Ökonom Maurice Höfgen dagegen findet: "Der Tankrabatt ist pragmatisch und gut." Er plädiert allerdings auch für weitere Entlastungsmaßnahmen wie billigeren Nahverkehr oder eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Nahrungsmittel.

Wird der Tankrabatt wirken?

Aber erreicht der Tankrabatt überhaupt die Menschen? Viele befürchten, dass die Mineralölkonzerne den Rabatt gar nicht an die Kunden weitergeben werden. Hier macht eine Auswertung des RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Hoffnung. Sie zeigt, dass der Tankrabatt im Frühsommer nahezu vollständig an Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben wurde.

Muss der Spritpreis überhaupt runter?

Billigerer Sprit hat aber nicht nur Vorteile. Der Ökonom Tomaso Duso vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) betont, hohe Spritpreise erfüllten auch eine Funktion. Sie signalisierten den Verbraucherinnen und Verbrauchern, sparsamer zu fahren - und sie signalisierten den Raffinerien, dass sich mehr Produktion lohnt. Auch Klimaschutzverbände kritisieren, dass durch niedrigere Preise der Anreiz kleiner werde, Sprit zu sparen und dadurch klimafreundlicher unterwegs zu sein.

Was sagen Sie zu den geplanten Maßnahmen der Bundesregierung? Wie teuer darf der Sprit in Deutschland sein? Und warum ist Benzin im Ausland oft viel billiger? Diskutieren Sie mit uns!

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Nina Zimmermann moderiert die Sendung Mitreden!. Sie spricht mit einem Gast, der zugeschaltet ist.

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Eine Frau und ein Mann mit Kopfhörern und Smartphone in einem Studio (Symbolfoto).

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