Nach Aus für mobile Eisanlage: CDU fordert Eisfläche in den Messehallen
Entsteht in Hamburg doch noch eine zusätzliche Eisfläche für Eishockey und Eiskunstlauf? Nach dem Scheitern der Pläne für eine mobile Eisanlage in Eidelstedt fordert die CDU-Bürgerschaftsfraktion die Errichtung einer temporären Eisfläche in den Messehallen.
Jede geeignete Fläche sollte geprüft werden, damit der Eissport in Hamburg nicht weiter an den Rand gedrängt wird, fordert der sportpolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion Ralph Niedmers. Die Stadt hatte ursprünglich den Bau einer mobilen Eisanlage in Eidelstedt geplant, wie es sie in den vergangenen Jahren bereits gegeben hat. Auf gleich zwei Ausschreibungen hatte sich aber kein einziges Unternehmen gemeldet.
Eishalle Farmsen nur für Vereine zugänglich
Laut Sportbehörde fehlen für Vereine, den Schul- und den Betriebssport damit nun jede Woche etwa 25 Stunden Eiszeit für Training und Spiele. Um die Situation zu entspannen, soll die Eishalle Farmsen in dieser Saison ausschließlich Vereinen zur Verfügung stehen. Doch auch dort gibt es eine zusätzliche Herausforderung: Das alte Hallendach entspricht nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen. Die Vereine müssen deshalb Brandwachen stellen, um aufs Eis zu dürfen.
Frust bei Vereinen sitzt tief
Der Frust bei Eishockeyspielern und Eiskunstläuferinnen sitzt tief: Der Eissport in Hamburg werde politisch abgewickelt, alle Aussagen der Stadt und den Bezirksämtern seien nichts wert, heißt es in einer Online-Petition mit dem Titel "Rettet den Eissport in Hamburg". Unterschrieben haben mehrere Tausend Menschen.
Eisbahn in Stellingen bleibt auf unbestimmte Zeit gesperrt
Wann die gesperrte Eisbahn in Stellingen wieder genutzt werden kann, bleibt völlig offen. Für den Abriss des einsturzgefährdeten Dachs wurden Kosten von 1,4 Millionen Euro errechnet, die laut Sportbehörde aber derzeit nicht zur Verfügung stehen.