Macheten-Angriff in Hamburg: Nachbarn erst beleidigt, dann attackiert

Stand: 21.10.2026 18:51 Uhr

Ein Angriff mit einer Machete - das wird einem 41-jährigen Mann vorgeworfen, der seit Mittwoch vor dem Hamburger Landgericht wegen versuchten Totschlags angeklagt ist. Er soll seinen Nachbarn in Barmbek-Nord erst rassistisch beleidigt und ihn dann attackiert haben.

Die beiden Männer lebten Tür an Tür in der Steilshooper Straße im Hamburger Stadtteil Barmbek-Nord. An jenem Morgen sollen sie auf den angrenzenden Balkonen in Streit geraten sein. Da kam es laut Anklage schon zu ersten rassistischen Pöbeleien. Der 41-Jährige soll seinem kurdischen Nachbarn schon zu diesem Zeitpunkt ins Gesicht geschlagen haben.

Mit Machete in der Hand zur Wohnung nebenan

Doch das war nur der Auftakt. Anschließend ging der Angeklagte mit einer Machete zur Wohnung nebenan und hämmerte gegen die Tür. Als der Nachbar öffnete, soll er mit der Machete in Richtung seines Kopfes geschlagen haben. Dem Nachbarn gelang es gerade noch, die Tür zuzuwerfen. Erst die Polizei konnte den Angeklagten davon abhalten, weiter mit der Machete auf die Wohnungstür einzuschlagen.

Nachbar soll kommende Woche als Zeuge aussagen

Jetzt sitzt er kleinlaut vor dem Landgericht. Es sei ihm nach der Trennung von seiner Frau schlecht gegangen, er habe viel Alkohol getrunken, sagt er. Er sei damals nur zum Nachbarn gegangen, um den Balkonstreit zu klären. Die Machete, behauptet er, "sollte nur als Werkzeug zum Öffnen der Tür dienen." Kommende Woche soll der Nachbar als Zeuge aussagen.

Machen Sie NDR.de zu Ihrer bevorzugten Quelle bei Google

Wenn Sie unsere Inhalte schätzen und diese häufiger in den Google-Schlagzeilen und in KI-Zusammenfassungen angezeigt bekommen möchten, dann legen Sie NDR.de doch als bevorzugte Quelle fest. Voraussetzung ist ein Google-Konto. Hier können Sie NDR.de ganz einfach als bevorzugte Quelle hinzufügen.

Hintergrund: Wie funktioniert diese Google-Funktion?
Haupteingang des Amtsgerichtes in Hamburg-Blankenee.

Der Mann soll nachts ständig in einem SAGA-Hochhaus in Hamburg-Osdorf randalieren, aus dem er vor zwei Jahren zwangsgeräumt wurde.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Hamburg Journal 18:00 Uhr | 21.10.2026 | 18:00 Uhr

Schlagwörter zu diesem Artikel

Recht

Ein Justiz-Mitarbeiter bringt Akten in die Staatsanwaltschaft Hamburg (Symbolbild)

Die Hamburger Staatsanwaltschaft muss 600 Millionen Dateien überprüfen, doch derzeit ist nur eine Staatsanwältin dafür vorgesehen.

Die S-Bahnstation Elbbrücken im Morgenlicht in Hamburg.

Die Idee eines bundesweiten Digital-Tickets für Gelegenheitsfahrende wurde bei der Verkehrsministerkonferenz von der Tagesordnung genommen.

Eine Frau und ein Mann die auf ein Smartphone blicken.

24 Jahre lang lebte Elena Brandt in Hamburg. Trotzdem wurde die 55-Jährige im März nach Kirgisistan abgeschoben. Ihre Familie kämpft um ihre Rückkehr.

Christina Block steht neben ihrem Anwalt im Gerichtssaal in Hamburg.

Wie der NDR aus Anwaltskreisen erfuhr, stimmt das Gericht derzeit mit den Prozessbeteiligten neue Termine bis Ende Februar ab.