Menschen füllen an einem Tisch Formulare aus.
AUDIO: Aus für bisherige Integrationszentren in Hamburg (1 Min)

Integrationszentren in Hamburg vor dem Aus - neuer Träger übernimmt

Stand: 21.10.2026 06:02 Uhr

Sie helfen dabei, sich in Deutschland zurecht zu finden und sie beraten Migrantinnen und Migranten bei Behördengängen: Doch jetzt stehen die bisherigen zwölf Hamburger Integrationszentren vor dem Aus. Grund dafür ist eine umstrittene Neu-Ausschreibung durch die Sozialbehörde.

Die Sozialbehörde steuert um: Sie will nach eigenen Angaben die Integrationszentren weiterentwickeln. Dazu zählen beispielsweise mehr Beratung direkt in den Wohnunterkünften und mehr digitale Angebote. Deshalb hatte sie den Betrieb der Integrationszentren neu ausgeschrieben.

Stiftung Berufliche Bildung gewinnt Ausschreibung

Alle bisherigen Träger wie Diakonie, Caritas und verikom hatten sich gemeinsam beworben - mit einem neuen Konzept. Gewonnen hat das Verfahren aber ein anderer Anbieter: die Stiftung Berufliche Bildung. Sie ist bisher vor allem durch Angebote für den Arbeitsmarkt bekannt. Die bisherigen Träger befürchten, dass zum Teil jahrzehntelange Beratungserfahrung in den Stadtteilen zerstört wird.

Integrationszentren gerade erst neu ausgerichtet

Außerdem sprechen sie von einem Zickzack-Kurs: Die Sozialbehörde hatte bisher betont, dass ihr eine Vielfalt bei den Trägern wichtig sei - also, dass unterschiedliche soziale Anbieter wie Diakonie, Caritas und verikom die Integrationszentren betreiben. Jetzt sollen den Betrieb fünf Tochterfirmen übernehmen, die zu derselben Stiftung gehören. Dazu kommt: Die Sozialbehörde hatte die bestehenden Integrationszentren erst vor gut einem Jahr neu ausgerichtet.

Der neue Betreiber betont seinerseits seine Erfahrung in Sachen Integration. Allerdings bleiben ihm bis zum Start nur noch gut zehn Wochen, um sein Beratungsangebot aufzubauen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.10.2026 | 06:00 Uhr

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