Die NDR Benefizaktion "Hand in Hand für Norddeutschland"

Stand: 06.12.2025 12:18 Uhr

"Leben ohne Sucht" - das ist das Motto der diesjährigen NDR Benefizaktion. Sie läuft bis zum 12. Dezember mit vielen Aktionen und Berichten in den Programmen des NDR.

Gemeinsam mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und seinen fünf norddeutschen Landesverbänden in Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen sowie den dort ansässigen rund 2.000 Mitgliedsorganisationen hat der NDR am Montag die diesjährige Benefizaktion "Hand in Hand für Norddeutschland - Leben ohne Sucht" gestartet.

Berichte zur Sucht auf allen Kanälen

Sucht zieht sich durch die gesamte Gesellschaft, und trotzdem sind Suchterkrankungen und ihre vielfältigen Ausprägungen oft noch ein Tabuthema. Dem will die Aktion entgegenwirken und vom 1. bis 12. Dezember 2025 in den Radioprogrammen, im Fernsehen, auf den Online- und Social-Media-Kanälen des NDR und von Radio Bremen über die Vielfalt der Suchthilfeangebote des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes berichten. Zusätzlich werden Spenden für die Suchthilfe gesammelt.

NDR Intendant Lünenborg: "Sucht geht uns alle was an"

NDR Intendant Hendrik Lünenborg
NDR Intendant Hendrik Lünenborg will Aufmerksamkeit und Verständnis für Betroffene schaffen.

"Das Thema Sucht geht uns alle was an", sagt NDR Intendant Hendrik Lünenborg. "Suchterkrankungen können jede und jeden treffen - und sie verändern das Leben von Betroffenen und ihren Familien oft tiefgreifend. Mit unserer Benefizaktion 'Hand in Hand' wollen wir deshalb in diesem Jahr Aufmerksamkeit und Verständnis für Suchterkrankte und ihre Angehörigen schaffen. Zu ihnen gehören auch rund drei Millionen Kinder. Ich bin dankbar, dass wir mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband einen so starken Partner für dieses wichtige Thema an unserer Seite haben."

Mehrere Menschen halten ihre Hände zusammen.

Mit seiner Aktion unterstützt der NDR wohltätige Zwecke und das Ehrenamt im Norden. 3.000 Projekte wurden so schon gefördert.

"Niemand muss diesen Weg allein gehen"

Dr. Joachim Rock
"Sucht ist behandelbar", sagt Joachim Rock, der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

"Viel zu oft werden Suchterkrankte stigmatisiert und ausgegrenzt, statt die Unterstützung zu erhalten, die sie dringend brauchen", sagt Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. "Mit unseren Mitgliedern bieten wir im Paritätischen bundesweit niedrigschwellige, gemeinnützige Hilfsangebote, Beratung und Begleitung für suchtkranke Menschen und ihre Angehörigen. Doch die Bedarfe steigen, und die Finanzierung dieser wichtigen Arbeit ist oft unzureichend. Deshalb freuen wir uns sehr, gemeinsam mit dem NDR auf die vielfältigen Unterstützungsangebote aufmerksam zu machen und Menschen zu ermutigen, Hilfe anzunehmen. Denn Sucht ist behandelbar - und niemand muss diesen Weg allein gehen."

Aktuelle #NDRfragt Umfrage bestätigt Dringlichkeit

Anlässlich des diesjährigen Spendenzwecks wurde die #NDRfragt-Community zum Thema Sucht befragt. Die Umfrageergebnisse unterstreichen, wie wichtig die Sichtbarkeit von Erkrankten und Suchthilfeangeboten ist. 92 Prozent der Befragten sehen Suchterkrankungen als ein großes gesellschaftliches Problem. Gleichzeitig empfinden 86 Prozent der Befragten Suchterkrankungen als Tabuthema in unserer Gesellschaft. Die Hauptunsicherheiten beim Ansprechen sind Unklarheiten über eine tatsächliche Erkrankung (43 Prozent) und die Sorge, übergriffig zu wirken (41 Prozent). Wo es Unterstützung gibt, weiß rund jede vierte Person nicht: 24 Prozent der Befragten kennen keine konkreten Hilfsangebote für Suchterkrankte.

Mehrere Personen mit Walkingstöcken von hinten.

Die Zahl der Betroffenen in SH hat seit Corona zugenommen. Unterstützung finden sie unter anderem in einer Walkinggruppe.

"Hand in Hand für Norddeutschland": Der Spendenaufruf

Mit seiner Benefizaktion unterstützt der NDR zum fünfzehnten Mal wohltätige Zwecke und das Ehrenamt im Norden. Die Spenden der NDR Benefizaktion kommen zu 100 Prozent den Landesverbänden des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und ihren Mitgliedsorganisationen zugute. Die Partner der NDR Benefizaktion "Hand in Hand für Norddeutschland" wechseln jährlich. Sie verteilen die Spenden in eigener Verantwortung an ihre Projekte. Der NDR begleitet das Vergabeverfahren.

Für die Benefizaktion 2025 ist bei der Sozialbank ein Spendenkonto eingerichtet. Ein Online-Spendenformular findet sich hier. Die Bankverbindung lautet:

IBAN DE90 201 205 200 500 600 700
Empfänger: Paritätischer Gesamtverband e. V. 

Das Spendenkonto ist bis zum 30. Januar 2026 geöffnet. Im Februar 2026 wird die Spendensumme bekannt gegeben.

Matthies Kruse sitzt an seinem Schreibtisch

Zwei Prozent der Kinder kommen mit einer Hirnschädigung zur Welt, weil ihre Mütter schwanger Alkohol getrunken haben. Die Folge: Konzentrationsschwierigkeiten und Impulsivität.

diverse Tabletten liegen in einer geöffneten Hand

Die neue #NDRfragt-Umfrage zeigt: Fast ein Viertel der Befragten kennt keine Hilfsangebote für Suchterkrankte.

Geldtransaktion am Laptop

Das Konto ist eröffnet. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie Projekte für die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

eine Leuchttafel mit der Aufschrift "#Weil alle zählen"

Leben ohne Sucht - das ist das Thema der diesjährigen NDR Benefizaktion. Fragen und Antworten zum Partner der Aktion.

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