Kriege, Wirtschaftskrisen, Klimasorgen: Nachrichten können bedrückend sein. Welche Verantwortung tragen Medien dabei? Und was ist eine gesunde "News-Life-Balance"?
In Hamburg tauschen sich Journalisten aus Mittel- und Osteuropa darüber aus, wie sie unter schwierigen Bedingungen für eine unabhängige Presse eintreten.
Das Thema müsse aktiv aufgegriffen werden, sagte die Direktorin des NDR Landesfunkhauses Hamburg, Sofie Donges, anlässlich der ARD Aktionstage zur Pressefreiheit.
Vor allem Jugendliche seien stärker als Zielgruppe angesprochen gewesen, bilanzierte Sven Tetzlaff von der Körber-Stiftung, Mitinitiator der Veranstaltung, auf NDR Info.
Krieg in der Ukraine, Krieg im Nahen Osten, düstere Wirtschaftsprognosen, Inflation. News können bedrückend sein und die Gesellschaft spalten. Wie gehen Medien damit um?
Menschen sollten sich nicht aus dem demokratischen Diskurs verabschieden, sagt der Hamburger Professor für Digitalen Journalismus. Wichtig sei eine gute News-Life-Balance.
Mit den Free Media Awards würdigen die Zeit Stiftung Bucerius und die norwegische Stiftung Fritt Ord Journalisten aus Mittel- und Osteuropa, die für eine unabhängige Presse einstehen.
Gerade weibliche Journalistinnen werden immer mehr zur Zielscheibe autoritärer Regime, sagte Jessica Staschen von der Zeit Stiftung Bucerius im Gespräch auf NDR Info.
In fast der Hälfte aller Landkreise in Deutschland erscheine mittlerweile nur noch eine Zeitung, sagt Anja Osterhaus, Geschäftsführerin von Reporter ohne Grenzen.
Soziale Plattformen empfehlen Inhalte - jede nach ihrem eigenen Algorithmus. Was relevant ist und was nicht, unterscheidet sich stark von journalistischen Angeboten.
Dabei gehe es nicht um Kategorien wie links oder konservativ, sondern um die Lebenswelten der Menschen, sagt der Chefredakteur des Programmbereichs Information bei NDR Info im Dialog.
Für die einen ist er ein Held, für die anderen ein Staatsfeind: Julian Assange. Der juristische Umgang mit ihm ist für UN-Sonderberichterstatter Melzer ein Skandal - und gleicht Folter.
In China wurden die strikten Lockdown-Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19 bereits wieder gelockert. Die Überwachung der Presse wurde aber eher noch verschärft.
Medienwüsten seien eine Gefahr für die Demokratie, sagt die Geschäftsführerin von Reporter ohne Grenzen. Die Lage für die Pressefreiheit weltweit sei besorgniserregend.
Pressefreiheit geht jede und jeden an! Im Rahmen der Woche der Pressefreiheit lädt der NDR deshalb am 7. November Schülerinnen und Schüler nach Hamburg-Lokstedt ein.
In der Debatte um das Anti-CDU-Video von Rezo und den Wahlaufruf von über 70 YouTubern verheddert sich nicht nur die CDU. Auch etablierte Medien neigen zu überheblichen Sichtweisen.