2. Bundesliga

VfL Osnabrück mit unglücklicher Pleite gegen Hertha BSC

Stand: 13.09.2026 16:18 Uhr

Der VfL Osnabrück hat am Sonntag mit 1:3 (0:0) gegen Hertha BSC Berlin verloren. Zwar bot der Zweitliga-Aufsteiger dem Tabellenführer lange Paroli. Aber ein verschossener Elfmeter von Robin Meißner war letztlich der Knackpunkt des Spiels.

von Alex von Kuczkowski

Der Torjäger der "Lila-Weißen" scheiterte in der 60. Minute per Strafstoß an Berlins Torwart Marius Gersbeck. Das wäre der verdiente Ausgleich gewesen. Stattdessen kassierten die Niedersachsen kurz darauf das 0:2 - und bogen endgültig auf die Verliererstraße ein.

"Wir haben eine gute Leistung gezeigt, hätten aber eine sehr gute gebraucht, um auch etwas mitzunehmen", sagte VfL-Trainer Timo Schultz nach Abpfiff im NDR-Interview. "Hertha war in den entscheidenden Situationen letztlich effizienter. Das ist etwas, was wir uns abgucken können."

Berlin bleibt damit ungeschlagen (fünf Siege aus fünf Spielen). Osnabrück muss nach zuvor zwei "Dreiern" in Folge einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt verkraften. Als Nächstes geht es für die Niedersachsen am Samstag zu Holstein Kiel (13 Uhr, im NDR Livecenter).

Zu kurze erste Halbzeit

Der erste Aufreger des Spiels in der 17. Minute: Herthas Josip Brekalo spielte einen Rückpass von der Mittellinie Richtung eigenes Tor - übersah dabei aber den an der Strafraumkante lauernden Meißner. Der war allerdings genauso überrascht ob der sich plötzlich bietenden Torchancen und scheiterte am herauseilenden Gersbeck (17.).

Wenig später konnte Meißner abermals abziehen, sein Schuss wurde aber geblockt (20.). Auf der anderen Seite stand Jon Dagur Thorsteinsson völlig frei und zielte nach unten links. Doch Bjarke Jacobsen warf sich "heldenhaft" per Notfall-Grätsche rein und rettete in höchster Not (28.).

Die Fans an der ausverkauften Bremer Brücke sahen ein sehr unterhaltsames und intensives Spiel. Schade, dass Schiedsrichter Felix Weller die erste Halbzeit zu früh nach bereits 44:50 Minuten abpfiff...

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Josip Brekalo mit der Hertha-Führung

Nach dem Wechsel setzte starker Platzregen in Osnabrück ein. Und die "Lila-Weißen" erwischte eine kalte Dusche. Einen Hertha-Freistoß aus dem rechten Halbfeld faustete VfL-Keeper Jonas Krumrey direkt vor die Füße von Brekalo. Und der fackelte nicht lange und schweißte den Ball aus rund 25 Metern unten links rein - 0:1 (50.).

Robin Meißner verschießt Elfmeter

Nun war Osnabrück in der Bringschuld - und erhielt dabei Hertha-Hilfe. Weil Pascal Klemens im eigenen Strafraum den Schuss von Leonhard Münst mit seinem linken Arm blockte, entschied Weller nach VAR-Überprüfung auf Elfmeter.

Meißner schnappte sich die Kugel, zielte nach unten links. Aber Gersbeck roch den Braten und parierte den Strafstoß (60.). Auweia. "Der war schlecht geschossen. Das nehme ich auf meine Kappe. Tut mir leid. Das wäre ein Wendepunkt gewesen", sagte Meißner später im NDR Interview.

Denn statt den Ausgleich zu bejubeln, kassierte der Aufsteiger wenig später das 0:2. Nach einer Ecke ließ Meißner den Ball im Gewusel auf Kevin Sessa abtropfen, der dann keine Mühe hatte, einzuschieben (70.).

Osnabrücks Robin Meißner (l.) im Kopfballduell mit Herthas Julian Eitschberger

Nach der Heimniederlage hadert Robin Meißner mit seinem verschossenen Elfmeter.

Jonathan Gomez verkürzt auf 1:2

Aber noch war der VfL-Widerstand nicht gebrochen. Dank Jonathan Gomez. Der Flügelflitzer hatte zwei große Chance innerhalb von zwei Minuten. Die erste vereitelte Gersbeck per Glanztat (80.). Bei der zweiten verschätzte sich Berlins Schlussmann jedoch total.

Gomez zirkelte den Ball von der linken Strafraumkante Richtung Tor. Ob das ein Abschluss oder eine Flanke werden sollte, wusste er wahrscheinlich selbst nicht so ganz genau. Jedenfalls senkte sich der Ball - mit Hilfe des rechten Pfostens - millimetergenau hinter die Linie. Damit hatte Gersbeck nicht gerechnet. Nur noch 1:2 (82.).

Farid Alfa-Ruprecht macht den Sack zu

Ging doch noch was für den VfL? Nein! Nach einem Berliner Konter schüttelte Farid Alfa-Ruprecht seinen Gegenspieler Robin Fabinski ab und machte endgültig den Deckel drauf - 1:3 (90.+2).

Für Osnabrück bleibt immerhin die Erkenntnis, dass man auch mit Spitzenteams mithalten kann. Schultz: "Wir waren mindestens auf Augenhöhe. Das kann uns ein gutes Gefühl geben. Ich bin mir sicher, dass wir den Fortlauf der Saison erfolgreich gestalten werden."

Ende
13.09.2026 13:30 Uhr

Aufstellung

VfL Osnabrück
J. Krumrey - N. Wiemann, J. Müller (90. +1 T. Janotta), R. Fabinski - J. Gómez (90. +1 L. Raimund), B. Jacobsen, F. Wagner (77. B. Riesselmann), P. Kammerbauer (77. K. Faber) - L. Münst (68. D. Kyereh), A. Beck - R. Meißner
Hertha BSC
M. Gersbeck - M. Pedersen (77. D. Zeefuik), N. Kolbe, L. Gechter, J. Eitschberger - K. Sessa, P. Klemens (87. S. Telib) - J. Brekalo, O. Adewumi (77. F. Alfa-Ruprecht), J. Þorsteinsson (87. S. Gouram) - S. Grønning (68. G. Nilsson)

Tore

  • 0:1 J. Brekalo (50.)
  • 0:2 K. Sessa (70.)
  • 1:2 J. Gómez (82.)
  • 1:3 F. Alfa-Ruprecht (90. +2)
Weitere Daten zum Spiel
Fußball, 2. Bundesliga (M)
Ergebnisse und Tabelle

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Sport Aktuell | 13.09.2026 | 14:00 Uhr

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