Champions League

Starker Auftritt: VfL-Frauen schlagen OL Lyonnes mit 1:0

Stand: 25.03.2026 14:47 Uhr

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben sich im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League am Dienstagabend ein 1:0 (1:0) gegen OL Lyonnes erkämpft. Gegen Frankreichs Serienmeisterinnen brauchte es vorne ein goldenes Tor - und hinten etwas Glück.

von Philipp Nesbach

Dank des starken und konzentrierten Auftritts haben sich die VfL-Frauen eine gute Ausgangsposition für das Viertelfinal-Rückspiel am 2. April in Lyon verschafft. Den knappen Heimsieg in der "Königinnenklasse" gegen die klar favorisierten "Lyonnaises" besorgte Angreiferin Lineth Beerensteyn mit einem abgefälschten Distanzschuss. Das Team von Trainer Stephan Lerch feierte damit den fünften Pflichtspielsieg in Folge. Für die Französinnen war es die erste Saisonniederlage.

Trotz des Erfolgs trat Wolfsburgs Mittelfeldspielerin Svenja Huth nach der Partie auf die Euphoriebremse. "Es ist jetzt erst Halbzeit. Wir ruhen uns nicht darauf aus", sagte die 35-Jährige dem NDR und warnte: "Nächste Woche in Lyon zu spielen, gegen diese Qualität, wird alles andere als einfach."

Am Sonntag wartet auf die "Wölfinnen" nun erst einmal wieder der Liga-Alltag - dann gastiert der Tabellenneunte Union Berlin beim VfL (16 Uhr, im NDR Livecenter).

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VfL-Frauen starten griffig und belohnen sich früh

Im Vergleich zum jüngsten 1:0-Auswärtserfolg bei der TSG Hoffenheim veränderte Wolfsburg-Coach Lerch seine ersatzgeschwächte Mannschaft auf drei Positionen: Für Alexandra Popp, die sich in Sinsheim eine muskuläre Verletzung zugezogen hatte und mehrere Wochen fehlen wird, rückte Justine Kielland in die Anfangsformation, in der Abwehr durften Rückkehrerin Camilla Küver - als Kapitänin - und Thea Bjelde für Janou Levels und Guro Bergsvand starten.

Und die "Wölfinnen" nahmen den Schwung von zuvor vier Siegen aus vier Spielen im Monat März mit in die Partie gegen die Französinnen. Mit viel Energie ging das Lerch-Team zu Werke, versuchte Olympique zu stressen und durch frühes Anlaufen möglichst nicht ins Spiel kommen zu lassen. Gerade als sich die "Lyonnaises" nach gut zehn Minuten allmählich befreien konnten, lag der Ball plötzlich im Tor von Gäste-Keeperin Christiane Endler.

Wolfsburgs Pausenführung nicht unverdient

Nach einem Fehlpass von Lyons Lindsey Heaps in der Vorwärtsbewegung hatte Vivien Endemann mit Tempo den Gegenangriff eingeleitet. Ihr Pass auf die mitgelaufene Beerensteyn war dann etwas ungenau, doch zum Glück für die "Wölfinnen" kam die VfL-Stürmerin aus etwa 18 Metern trotzdem zum Abschluss - und ihr Schuss wurde von Damaris Egurrola unhaltbar für Endler ins Tor abgefälscht: 1:0 (14.).

Im Anschluss erhöhte Lyon weiter den Druck, doch auch die Wolfsburgerinnen kamen durch Konter zu guten Gelegenheiten. Am Ergebnis änderte das allerdings nichts, mit einer durchaus verdienten Führung für den VfL ging es in die Kabinen.

"Wölfinnen" nach der Pause im Glück

Nach dem Seitenwechsel dann drängte OL Lyonnes auf den Ausgleich, ließ ihn aber gleich mehrfach liegen: In der 52. Minute schoss Melchie Dumornay aus wenigen Metern neben das Tor, weil sie im letzten Moment noch von Küver gestört wurde. In der 59. Minute war es wiederum Kadidiatou Diani, die nach einem schönen Steckpass in den Strafraum flach abzog, aber nur den Innenpfosten traf.

Nach knapp einer Stunde kam bei Olympique die ehemalige "Wölfin" Jule Brand ins Spiel, doch auch sie konnte sich offensiv nicht entscheidend in Szene setzen. Mitte der zweiten Hälfte hatte die Elf von Stephan Lerch kaum noch Ballbesitz, verstand es aber, den letzten Pass der Gäste immer wieder zu unterbinden und das Spielgeschehen nach Möglichkeit vom eigenen Sechzehner fernzuhalten.

In der Schlussphase entwickelte sich das erwartbare Spiel auf ein Tor, doch OL Lyonnes blieb der Ausgleich verwehrt - auch, weil Stina Johannes einen letzten Kopfballversuch von Brand in der Nachspielzeit unter sich begraben konnte (90.+3).

Alexandra Popp geht mit einer Betreuerin zusammen vor einer Tribüne.
VfL Wolfsburg

Die Stürmerin muss nach ihrer Verletzung gegen Hoffenheim mehrere Wochen passen. Für die Wolfsburgerinnen ist das in der wichtigsten Saisonphase eine Hiobsbotschaft.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Sport aktuell | 25.03.2026 | 07:17 Uhr

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