1. Runde
DFB-Pokal: Phönix Lübeck wehrt sich tapfer, scheidet aber aus
Phönix Lübeck hat erwartungsgemäß sein Erstrunden-Pokalspiel gegen Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn verloren. Beim 2:4 (1:2) am Sonntag hielt der Viertligist aber über weite Strecken gut mit.
Es überraschte nicht, dass Paderborn zu Beginn der Partie an der Lohmühle deutlich mehr Ballbesitz und auch gute Torchancen hatte. Die Lübecker schafften es jedoch, einige der berühmten "Nadelstiche" zu setzen und selbst zu Abschlüssen zu kommen.
Die Führung erzielte aber verdientermaßen der Bundesligist: Jano ter Horst kam nach einem verlängerten Eckball frei zum Schuss und markierte das 1:0 (22.). Auch der zweite Treffer fiel nach einer Ecke. Santiago Castaneda schraubte sich hoch und köpfte unhaltbar ein (41.).
Erst Traumtor, dann Alu-Pech
Dies schien bereits eine Vorentscheidung zu sein, der Außenseiter meldete sich aber kurz vor der Pause mit einem Knaller zurück: Moritz Kretzer verkürzte mit einem Dropkick aus 17 Metern sehenswert zum 1:2 (43.).
Und beinahe wäre Phönix direkt nach dem Seitenwechsel sogar zum Ausgleich gekommen. Omar Rahimic köpfte aufs Tor, der Ball klatschte an den Außenpfosten (47.). Der Viertligist drängte plötzlich mit Nachdruck auf den Ausgleich, Paderborn musste ordentlich Defensiv-Arbeit leisten.
Phönix drängt, doch Paderborn trifft
Ein Klassenunterschied war kaum mehr zu erkennen. Die Schleswig-Holsteiner hatten nach einer knappen Stunde erneut die Chance zum 2:2. Nach einem Ballverlust von Paderborns Keeper Markus Schubert kam Anton Ihde zum Schuss, traf aber statt des Tores SCP-Verteidiger Mattes Hansen (58.).
Es kam, wie es kommen musste: Lübecks Schlussmann Tim Kips ließ wenig später einen Distanzschuss von Oliver Batista Meier nach vorne prallen, Stefano Marino schob zum mittlerweile glücklichen 3:1 für den Bundesliga-Aufsteiger ein (61.). Phönix erholte sich von diesem Rückschlag nicht mehr. Gabriel Vidovic machte mit dem 4:1 endgültig alles klar für die Ostwestfalen (71.).
Ein Eigentor von Tjark Scheller sorgte drei Minuten später immerhin noch für ein wenig Ergebniskosmetik aus Sicht der Lübecker.
"Am Ende überwiegt die Enttäuschung, weil mehr für uns drin war", sagte Phönix-Kapitän Fabio Maiolo. "Aber natürlich sind wir auch stolz, dass wir so eine Leistung abgeliefert haben."