Feuer zerstört Reetdachhaus in Schenefeld - Großeinsatz beendet

Stand: 31.08.2026 20:26 Uhr

In Schenefeld im Kreis Pinneberg waren Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst bis zum Montagmittag bei einem Großbrand im Einsatz. Die Polizei ermittelt und beziffert den Schaden auf 1,5 Millionen Euro.

In Schenefeld (Kreis Pinneberg) war die Feuerwehr am frühen Montagmorgen mehrere Stunden im Einsatz, um ein brennendes Reetdachhaus zu löschen. Gegen 2.30 Uhr war der Brand in dem historischen Gebäude in der Nedderstraße gemeldet worden.

Innerhalb kürzester Zeit hätten die Flammen fast das gesamte Reetdach erfasst, so die Feuerwehr. In der Spitze waren 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei vor Ort.

Feuerwehrmann aus der Nachbarschaft rettet Anwohner

Obwohl die meisten Bewohner im Schlaf von dem Feuer überrascht wurden, konnten den Angaben zufolge alle das Gebäude rechtzeitig verlassen. Schwer verletzt wurde demnach niemand.

Ein Reetdachhaus in Schenefeld steht in Flammen, die Feuerwehr ist im Einsatz. Ansicht von oben aus der Luft.
Bereits kurz nach der Alarmierung stand das Reetdach bereits fast komplett in Flammen.

Wohl auch, weil ein Feuerwehrmann in direkter Nachbarschaft wohnt. Er sei durch den ausgelösten Alarm auf das Feuer aufmerksam geworden und konnte die noch schlafenden Anwohner wecken, berichtet Kreisfeuerwehrsprecher Thorsten Hintz.

"Die Anwohner hatten Glück im Unglück", so Hintz weiter. Der Rettungsdienst kümmerte sich vor Ort um insgesamt zehn Personen, darunter auch zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr. Ins Krankenhaus musste aber niemand.

Historisches Reetdachhaus auch als "Schäferhaus" bekannt

Die Nedderstraße in Schenefeld ist nach Angaben von Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) die älteste Straße der Stadt. Das Reetdachhaus sei 1850 gebaut worden und in Schenefeld vor allem als das "Schäferhaus" bekannt.

Reetdachhaus nach Feuer unbewohnbar

Von Dach und Obergeschoss ist nach dem Brand kaum noch etwas übrig - das Haus ist laut Feuerwehr unbewohnbar. In dem Gebäude gibt es drei Wohneinheiten. Die acht Bewohnerinnen und Bewohner seien zum Teil bei Freunden und Bekannten untergekommen. Für die anderen habe die Stadt Schenefeld vorerst eine Unterkunft organisiert.

Polizei ging von Brandstiftung aus - Ermittlungen laufen

Die Polizei vermutete zunächst Brandstiftung, teilte am Nachmittag aber mit, dass die genaue Ursache noch unklar sei. Aktuell seien Ermittler vor Ort, um die Nachbarschaft zu befragen und sich den Brandort anzuschauen. Der Schaden wurde von der Polizei am Morgen vorerst auf 1,5 Millionen Euro geschätzt.

Mehrere Feuerwehrleute auf einem Steg, zwischen Boot und Fahrzeug

Auf Spieringshorst in Lübeck ist am Vormittag ein Feuer ausgebrochen. Ursache war vermutlich ein Blitzeinschlag.

Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen einen Palettenbrand in Grammdorf.

Rund 75 Einsatzkräfte waren vor Ort. Die Löscharbeiten dauerten bis in den späten Abend.

Schriftzug "Feuerwehr" ist auf der roten Motorhaube eines Feuerwehrautos zu sehen.

Bei einem Brand in Kiel-Gaarden hat die Feuerwehr eine Person aus dem zweiten Stock gerettet. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Schleswig-Holstein Magazin | 31.08.2026 | 19:30 Uhr

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