Das Gelände des ehemaligen Bergwerks Gorleben.

Arbeitsunfall in Gorleben: Verfüllung von Salzstock unterbrochen

Stand: 16.05.2025 10:55 Uhr

Ende März hat es im ehemaligen Atommüll-Erkundungsbergwerk in Gorleben (Landkreis Lüchow-Dannenberg) einen Unfall gegeben. Deshalb ruhte die Baustelle etwa drei Wochen. Das wurde erst jetzt bekannt.

Spaziergängern war aufgefallen, dass die Rückbau- und Verfüllarbeiten in Gorleben ins Stocken geraten waren. Auf Anfrage des NDR Niedersachsen bestätigte die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), dass das Verfüllen unterbrochen wurde - aufgrund eines Arbeitsunfalls. Den Angaben zufolge ist ein schwerer Rollcontainer, in dem Salz transportiert wurde, über den Fuß eines Arbeiters gerollt.

Mitarbeitende wurden erneut geschult

Damit es nicht erneut zu einem Unfall kommt, mussten alle Mitarbeitenden aus dem betroffenen Bereich erneut geschult werden, wie eine Sprecherin der BGE sagte. Zudem habe die BGE in Absprache mit dem Landesbergamt alle Arbeitsprozesse geprüft. Seit Mitte April wird das Bergwerk den Angaben zufolge wieder verfüllt. Den Unfall hat die BGE erst nach der Unterbrechung auf ihrer Website erwähnt - weil dieser keine Öffentlichkeitswirksamkeit entfaltet habe, hieß es. Die Arbeiten sollen bis 2027 abgeschossen sein.

Eine fliegende Drohne vor blauem Hintergrund.

Die Nähe zum Zwischenlager sorgt für Unruhe. Das Bundesamt hält die Behälter für sicher - selbst bei einem Flugzeugabsturz.

Salz und Schutt werden mit einem Förderband in einen Anhänger beim Salzstock in Gorleben befördert.

400.000 Tonnen Salz sollen in den nächsten drei Jahren zurück in die Schächte. Die ersten Container sind bereits unter Tage.

Niedersachsens Ministerpräsident Ernst Albrecht zeigt 1977 auf einer Landkarte, wo Gorleben liegt.

Von den Plänen 1977 über jahrzehntelangen Protest bis zur Verfüllung des Salzstocks und dem Ende aller Endlager-Pläne.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 15.05.2025 | 15:00 Uhr

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Gorleben

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