Projekt "RePeat": Drei Moore in Region Hannover werden wiederbelebt

Stand: 15.01.2026 13:08 Uhr

In der Region Hannover werden in den kommenden Jahren drei Moore wiederbelebt: Das Altwarmbüchener, das Rehburger und das Trunnen-Moor. Eine Fläche von mehr als 1.200 Hektar soll wieder vernässt werden - für den Natur- und Klimaschutz.

Die Moorflächen wurden jahrzehntelang entwässert, um beispielsweise Torf stechen zu können. Dadurch haben sie ihren ursprünglichen Charakter verloren, wie die Region Hannover mitteilte. Im Rahmen des Projekts "RePeat" sollen die Moore wieder vernässt werden. "In den Mooren, die es weltweit gibt, ist mehr CO2 gebunden als in allen Wäldern. Sie sind also die besten Klimaschützer", sagte Umweltminister Christian Meyer (Grüne). "Außerdem sind sie herrliche Naturgebiete, viele Arten sind auf Moore angewiesen. Sie sind Wasserspeicher, kühlend und tragen zum Hochwasserschutz bei."

Moor wächst nur einen Millimeter pro Jahr

Damit die Arbeiten im Moor beginnen können, müssen nach Informationen der Region Hannover zunächst Moorflächen gekauft oder Veträge mit den Eigentümern geschlossen werden, die die Maßnahmen erlauben. Anschließend beginne die konkrete Umsetzung. "Es werden mit Maschinen die Dämme gebaut und die Entwässerungsgräben verfüllt, aber ganz vorsichtig. Wir sind in einem Gebiet unterwegs mit keiner hohen Traglast", sagte Anne Rickmeyer, Direktorin des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Das Projekt ist auf zehn Jahre angelegt. Ein Moor wachse etwa einen Millimeter pro Jahr. Die EU, das Land Niedersachsen und die Region geben insgesamt 34 Millionen Euro für das Klima- und Naturschutzprojekt.

Absterbende Moorbirkenstämme stehen im Wasser im Himmelmoor bei Quickborn.

Moore sind effektive Kohlenstoffspeicher und bieten vielen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause. Doch sie sind bedroht.

Der Blick von oben auf das trockene Altwarmbüchener Moor.

Der Region stehen 34 Millionen Euro über zehn Jahre zu, um drei Moore wieder zu vernässen und sie damit zu erhalten.

Ein Teil einer landwirtschaftlichen Fläche auf der Torf abgebaut werden.

Die Firma Gramoflor wird weniger Fläche für den Torfabbau nutzen als genehmigt. Außerdem will sie mehr kompensieren.

Ein Mann mit Kopfhörer in einer Moorlandschaft.

Studierende der Leuphana-Universität und ein Kollektiv für Umweltkunst haben die Geräusche des Wietzendorfer Moores aufgenommen.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Hallo Niedersachsen | 14.01.2026 | 19:30 Uhr

Schlagwörter zu diesem Artikel

Klimaschutz

Natur

Hannover

Belit Onay (Bündnis 90/Die Grünen), zusammen mit Greta Garlichs.

Amtsinhaber Belit Onay (Grüne) hat sich in der Stichwahl deutlich gegen seinen Stellvertreter Axel von der Ohe (SPD) durchgesetzt.

NDR-Reporterin Sophie Mühlmann im Interview mit Belit Onay (Grüne).

Nach aktuellem Auszählungsstand führen in der Region Hannover Eva Bender (SPD) mit 69,3 und in der Stadt Belit Onay (Grüne) mit 61,3 Prozent.

Eva Bender (SPD) spricht auf der Wahlparty zur Kommunalwahl.

SPD-Kandidatin Eva Bender setzte sich klar gegen CDU-Kandidat Oliver Junk durch. Sie wird nun die erste Frau in dem Amt.

Stefanie Duensing, Kandidatin für das Amt der Landrätin im Landkreis Nienburg/Weser

Stefanie Duensing setzte sich gegen Dennis Seebode (CDU) durch. Im erste Durchgang hatten sie nur 1,2 Prozentpunkte getrennt.

Aktuelle Videos aus Niedersachsen