Projekt "RePeat": Drei Moore in Region Hannover werden wiederbelebt
In der Region Hannover werden in den kommenden Jahren drei Moore wiederbelebt: Das Altwarmbüchener, das Rehburger und das Trunnen-Moor. Eine Fläche von mehr als 1.200 Hektar soll wieder vernässt werden - für den Natur- und Klimaschutz.
Die Moorflächen wurden jahrzehntelang entwässert, um beispielsweise Torf stechen zu können. Dadurch haben sie ihren ursprünglichen Charakter verloren, wie die Region Hannover mitteilte. Im Rahmen des Projekts "RePeat" sollen die Moore wieder vernässt werden. "In den Mooren, die es weltweit gibt, ist mehr CO2 gebunden als in allen Wäldern. Sie sind also die besten Klimaschützer", sagte Umweltminister Christian Meyer (Grüne). "Außerdem sind sie herrliche Naturgebiete, viele Arten sind auf Moore angewiesen. Sie sind Wasserspeicher, kühlend und tragen zum Hochwasserschutz bei."
Moor wächst nur einen Millimeter pro Jahr
Damit die Arbeiten im Moor beginnen können, müssen nach Informationen der Region Hannover zunächst Moorflächen gekauft oder Veträge mit den Eigentümern geschlossen werden, die die Maßnahmen erlauben. Anschließend beginne die konkrete Umsetzung. "Es werden mit Maschinen die Dämme gebaut und die Entwässerungsgräben verfüllt, aber ganz vorsichtig. Wir sind in einem Gebiet unterwegs mit keiner hohen Traglast", sagte Anne Rickmeyer, Direktorin des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Das Projekt ist auf zehn Jahre angelegt. Ein Moor wachse etwa einen Millimeter pro Jahr. Die EU, das Land Niedersachsen und die Region geben insgesamt 34 Millionen Euro für das Klima- und Naturschutzprojekt.