Hessisch Oldendorf: Mehrere Menschen bei Gewalttat schwer verletzt

Stand: 01.09.2026 08:20 Uhr

In Hessisch Oldendorf sind bei einer Auseinandersetzung am Sonntag mindestens sieben Menschen verletzt worden. Zwei zunächst festgenommene Männer im Alter von 46 und 53 Jahren sind inzwischen wieder frei.

Die Verdächtigen waren am Sonntagabend in Gewahrsam genommen - ein Haftbefehl wurde gegen sie jedoch nicht erlassen, wie es am Montagabend von der Polizei hieß. Zwei Gruppen mit einer zweistelligen Anzahl an Personen sind den Angaben nach am Sonntag aufeinander losgegangen. Die beiden Gruppen hätten einander gekannt. Eine stamme aus dem Ortsteil Weibeck in Hessisch Oldendorf (Landkreis Hameln-Pyrmont), die andere Gruppe aus Nordrhein-Westfalen. Die Staatsanwaltschaft prüfte nun das weitere Vorgehen. Es werde gegen Verdächtige aus beiden Gruppen ermittelt, so der Sprecher. Zu den weiteren Hintergründen könne der Sprecher "aus ermittlungstaktischen Gründen" aktuell nichts sagen.

Stich- und Schussverletzungen

Die Polizei wurde eigenen Angaben zufolge gegen 17.30 Uhr am Sonntag wegen mehrerer Menschen mit Stich- und Schussverletzungen im Ortsteil Weibeck alarmiert. Auch seien mehrere Personen mit einem Auto angefahren und verletzt worden, teilte die Polizei mit. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatten die Täter den Angaben zufolge zunächst die Flucht ergriffen. Die Verletzten kamen in umliegende Krankenhäuser. Sechs von ihnen seien schwer verletzt, sagte eine Krankenhaussprecherin dem NDR Niedersachsen am Montag. Vier von ihnen befinden sich noch im Krankenhaus und "sind alle außer Lebensgefahr", so der Polizeisprecher.

Video: Mehrere Menschen nach Gewalttat schwer verletzt (2 Min)

Krankenhaus bezieht Seelsorger ein

Mehrere Personen und Polizisten stehen vor einem Krankenhaus.
Vor dem Sana Klinikum Hameln-Pyrmont in Hameln stehen am Sonntagabend mehrere Polizistinnen und Polizisten.

Die Polizei weist darauf hin, dass es im Zusammenhang mit dem Fall eine erhöhte Polizeipräsenz in Weibeck und rund um das örtliche Krankenhaus in Hameln gebe. Dort hatten sich am Abend viele Familienangehörige versammelt, hieß es. Das Krankenhaus hatte daraufhin auch einen Seelsorger einbezogen.

Landespolizeipräsident: Unbeteiligte waren nicht das Ziel

Landespolizeipräsident Axel Brockmann stellte am Montag klar: "Solche Auseinandersetzungen nehmen wir als Polizei natürlich sehr ernst." Er verstehe, dass die Bevölkerung von solch massiver Gewalt berunruhigt sei - verwies jedoch auch darauf, dass es den beiden Gruppen nicht darum gegangen sei, Unbeteiligte zu gefährden. Auch der Bürgermeister von Hessisch Oldendorf, Tarik Oenelcin (parteilos), zeigte sich erschrocken über den Vorfall. "Die Menschen in Weibeck sollten Ruhe bewahren", sagte er dem NDR Niedersachsen. Die Gefahr sei gebannt. Er forderte außerdem ein konsequentes Vorgehen bei illegalem Waffenbesitz.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Hallo Niedersachsen | 31.08.2026 | 19:30 Uhr

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