Airbus-Transport: Serengeti Park verklagt Logistikunternehmen
Der Serengeti Park Hodenhagen (Landkreis Heidekreis) verklagt eine Spedition auf 2,4 Millionen Euro Schadensersatz. Hintergrund ist der Transport eines ausrangierten Airbus-Flugzeugs.
Das Flugzeug steht inzwischen als Touristenattraktion im Serengeti Park. Der Transport hatte sich jedoch um vier Jahre verzögert, weil der Flugzeugrumpf an drei Landschaftsschutzgebieten vorbeigeführt werden musste. Laut einer Sprecherin des Parks war das nun verklagte Unternehmen vorab mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt worden. In seiner Streckenprüfung habe die Speditionsfirma, die am Ende abgesprungen sei, aber nicht auf etwaige Probleme hinsichtlich des Naturschutzes hingewiesen, so die Sprecherin.
Streit um Naturschutz beim Transport
Um den Transport des ausrangierten Flugzeuges hatte es jahrelang Streit gegeben. Erst mit einem neuen Verfahren zum Tieferlegen des Flugzeugrumpfes, durch das Schäden an Bäumen verhindert werden sollten, erlaubte die Region Hannover den Transport. Für die drei Nächte andauernde Fahrt waren außerdem an hunderten Bäumen die Äste hochgebunden worden. Bis zum Sommer soll das Flugzeug jetzt zu einem Restaurant mit rund 200 Plätzen umgebaut werden.
Speditionsfirma widerspricht Vorwürfen
Die als Schadensersatz geforderten 2,4 Millionen Euro decken laut dem Park die durch den jahrelangen Streit entstandenen Mehrkosten ab. Der Airbus stand in dieser Zeit auf dem Flughafen Langenhangen. Der Anwalt der beschuldigten Firma bestreitet die Vorwürfe nach Informationen der "Bild": Der Betreiber des Serengeti Parks hätte laut dem Anwalt sämtliche Kosten selbst prüfen lassen müssen, heißt es in dem Artikel.