Airbus-Transport: Serengeti Park verklagt Logistikunternehmen

Stand: 12.03.2026 19:15 Uhr

Der Serengeti Park Hodenhagen (Landkreis Heidekreis) verklagt eine Spedition auf 2,4 Millionen Euro Schadensersatz. Hintergrund ist der Transport eines ausrangierten Airbus-Flugzeugs.

Das Flugzeug steht inzwischen als Touristenattraktion im Serengeti Park. Der Transport hatte sich jedoch um vier Jahre verzögert, weil der Flugzeugrumpf an drei Landschaftsschutzgebieten vorbeigeführt werden musste. Laut einer Sprecherin des Parks war das nun verklagte Unternehmen vorab mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt worden. In seiner Streckenprüfung habe die Speditionsfirma, die am Ende abgesprungen sei, aber nicht auf etwaige Probleme hinsichtlich des Naturschutzes hingewiesen, so die Sprecherin.

Streit um Naturschutz beim Transport

Um den Transport des ausrangierten Flugzeuges hatte es jahrelang Streit gegeben. Erst mit einem neuen Verfahren zum Tieferlegen des Flugzeugrumpfes, durch das Schäden an Bäumen verhindert werden sollten, erlaubte die Region Hannover den Transport. Für die drei Nächte andauernde Fahrt waren außerdem an hunderten Bäumen die Äste hochgebunden worden. Bis zum Sommer soll das Flugzeug jetzt zu einem Restaurant mit rund 200 Plätzen umgebaut werden.

Speditionsfirma widerspricht Vorwürfen

Die als Schadensersatz geforderten 2,4 Millionen Euro decken laut dem Park die durch den jahrelangen Streit entstandenen Mehrkosten ab. Der Airbus stand in dieser Zeit auf dem Flughafen Langenhangen. Der Anwalt der beschuldigten Firma bestreitet die Vorwürfe nach Informationen der "Bild": Der Betreiber des Serengeti Parks hätte laut dem Anwalt sämtliche Kosten selbst prüfen lassen müssen, heißt es in dem Artikel.

Arbeiter bereiten Bäume für den Transport eines Flugzeuges in den Serengeti-Park vor.

Am 26. Oktober soll das Flugzeug in Hannover auf den Weg gebracht werden. Dem Plan war ein langer Streit vorausgegangen.

Ein Mann mit einer grünen Warnweste steht in der Tür eines ausrangierten A310 10+23. Es ist der Geschäftsführer des Serengeti Parks in Hodenhagen und hat das Flugzeug gekauft.

Drei Jahre hatte sich der Parkbetreiber um eine Transporterlaubnis bemüht. Bisher scheiterte diese aus Naturschutzgründen.

Zwei Krane setzen den Airbus 310 auf ein extra angefertigtes Transportgestell.

Ein ausgemusterter Airbus A310 soll vom Flughafen Hannover in den Serengeti-Park Hodenhagen gebracht werden. Per Landstraße.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 12.03.2026 | 15:00 Uhr

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