DDR-Zwangsumsiedlungen: Gedenktafel wurde in Dömitz eingeweiht

Stand: 17.09.2026 09:32 Uhr
DDR -Bürger werden zwangsumgesiedelt
Zwangsumsiedlungen waren ein Instrument der SED-Diktatur, um in politischer Hinsicht "unzuverlässige" Menschen aus dem Grenzgebiet zu vertreiben.

Eine Gedenktafel in Dömitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) soll an die Bürgerinnen und Bürger erinnern, die während der Zwangsumsiedlungen in der DDR-Zeit aus ihren Häusern vertrieben wurden. Am Donnerstagmorgen wurde die Tafel ab der Johanneskirche am Slüterplatz eingeweiht. Im grenznahen Dömitz waren es rund 300 Menschen, die 1952 und 1961 zwangsumgesiedelt wurden. In ganz Westmecklenburg waren etwa 3500 Menschen von solchen Zwangsmaßnahmen betroffen.

"Politische Unzuverlässigkeit" als Grund

Unter Decknamen wie "Operation Ungeziefer", "Aktion Grenze" oder "Aktion Osten" wurden zur Zeit der SED-Diktatur im gesamten DDR-Grenzgebiet Bürger zwangsumgesiedelt. Dabei handelte es sich vor allem um Menschen, die durch das Regime als feindlich oder "politisch unzuverlässig" eingeschätzt wurden. Oft hatten die Betroffenen nur wenige Stunden um Häuser und Wohnungen zu verlassen, bevor sie in Dörfer im Landesinneren gebracht wurden. Die dort zur Verfügung gestellten Häuser oder Wohnungen entsprachen oft keineswegs dem Wert der ursprünglichen Wohnstätte.

Ein Mann sitzt mit aufgesetzten Kopfhörern vor einem Laptop, der die Website von Google zeigt

Sie wünschen sich Informationen aus einer seriösen Quelle? Dann legen Sie NDR.de bei Google als bevorzugte Nachrichten-Quelle fest.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Regionalnachrichten aus Schwerin | 17.09.2026 | 09:30 Uhr

Schlagwörter zu diesem Artikel

Landkreis Ludwigslust-Parchim

DDR

Die neuesten Regionalnachrichten aus Westmecklenburg

Vorschaubild für den Podcast des Mecklenburgstudio Schwerin auf NDR 1 Radio MV

Aus dem Mecklenburg-Studio Schwerin berichten NDR Reporter täglich ab 5.30 Uhr im Landesprogramm von NDR 1 Radio MV, für andere NDR Programme und die gesamte ARD.

Die gotische Wismarer St. Georgen-Kirche.

Die Stadtverwaltung hat diese Bilanzsumme errechnet. Diese soll die Leistungsfähigkeit der Stadt zeigen und den Vergleich mit anderen Städten in MV erleichtern.

Der Bahnübergang an der B106 in Zickhusen.

Aufgrund von Bauarbeiten der Deutschen Bahn ist der Bahnübergang in Zickhusen vom 28. September bis 8. Oktober gesperrt.

Verschiedene Pilze wachsen auf einem Baumstumpf in einem Waldstück im Deister.

Die Frau war mehrere Stunden verschwunden und legte rund fünf Kilometer zurück. Polizei und Drohnenstaffeln suchten nach ihr.

Das Schwedenfest in Wismar.

2028 werden in Stralsund und 2029 in Wismar die Hansetage veranstaltet. Eine Agentur soll beide Feste durchführen.

Eine messingfarbene Platte wird in einen Gehweg gelegt

Am Bahnhof wurde eine Stolperschwelle mit Namen deportierter Juden verlegt. Auch eine Ausstellung erinnert an deren Schicksal.

Die Volleyballer des PSV Neustrelitz freuen sich über den Landespokalsieg.

Die Spieler des Zweitligisten verteidigen ihren Titel aus dem Vorjahr. Und das nach einem anstrengenden Wochenende.

Ein Autohaus in Bützow brennt.

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei brach der Brand durch Schweißarbeiten aus. Menschen wurden nicht verletzt.

Die Applikation App WhatsApp ist auf dem Display eines Smartphones zu sehen.

Im NDR MV Whatsapp-Kanal gibts die wichtigsten Themen für Mecklenburg-Vorpommern kompakt und schnell zusammengefasst.