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Varya (Iryna Kudashova) ist begeisterte Köchin.

MDR | 16.10.2026

Zwölf Spielfilme, eine TV-Premiere: MDR präsentiert "Kino aus Osteuropa"

Auch in diesem Jahr präsentiert der MDR "Kino aus Osteuropa": Ab sofort in der ARD Mediathek und vom 17. bis 23. Oktober 2026 im MDR-Fernsehen sind zwölf Kinofilm-Highlights aus zwölf Ländern zu sehen, darunter eine TV-Premiere. Die Auswahl umfasst unter anderem Spielfilme aus Polen, Tschechien, Slowenien, Rumänien, Bulgarien, Georgien, Albanien, der Slowakei und der Ukraine – vom facettenreichen Drama bis zur fantasievollen Komödie.

"Mit 'Kino aus Osteuropa' präsentieren wir erneut die beeindruckende Vielfalt des osteuropäischen Filmschaffens. Die zwölf ausgewählten Produktionen erzählen ebenso persönliche wie gesellschaftlich relevante Geschichten und zeigen die kreative Kraft einer Filmregion, die mit großer erzählerischer Vielfalt begeistert. Von bewegenden Dramen bis zu ebenso humorvollen wie originellen Komödien lädt die MDR-Reihe dazu ein, neue Perspektiven zu entdecken", betont Daniela Adomat, Redaktionsleiterin Lizenzen, Film und Serie beim MDR.

Die TV-Premiere

Rezept zum Glücklichsein – Kochen auf Ukrainisch
"Rezept zum Glücklichsein – Kochen auf Ukrainisch"

Mit "Rezept zum Glücklichsein – Kochen auf Ukrainisch" erzählt Regisseur Oleksandr Berezan eine herzerwärmende Feel-Good-Geschichte über eine junge Köchin, die sich im harten Konkurrenzkampf der Sterne-Küche durchsetzen muss. Mit Hilfe eines alten Kochbuchs, dessen Autorin ihr als Geist mit gutem Rat zu Seite steht, gelingt es ihr, der fast vergessenen ukrainischen Landesküche zu neuem Ruhm zu verhelfen. Der Film ist von Olha Frankos 1929 veröffentlichtem Buch "Die erste ukrainische Küchenpraxis" inspiriert, das in der Sowjetunion als bürgerliche Literatur diffamiert und erst 1991 in einer Neuauflage breit auf den Markt gebracht wurde.

Die weiteren Filme

"Oxana – Mein Leben für Freiheit" ist von der Lebensgeschichte der FEMEN-Mitgründerin Oksana Schatschko inspiriert. Der ukrainisch-ungarische Film zeichnet das bewegende Porträt einer Rebellin, die zwischen Kunst und dem Kampf für die Freiheit alles riskierte. FEMEN war eine der einflussreichsten feministischen Bewegungen der jüngsten Geschichte. Mit nacktem Oberkörper protestierten junge Frauen gegen Sexismus, Korruption und Polizeigewalt und warnten schon früh vor prorussischen Politikern.

Die zärtlich-skurrile georgische Dramödie "Amsel im Brombeerstrauch" (ab 17.10. in ARD Mediathek), die ihre Uraufführung bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 2023 erlebte, erzählt von einer bodenständigen, fast 50-jährigen Frau, die den Zauber der romantischen Liebe und ihre eigene sinnliche Selbstbestimmung entdeckt.

v.l. Jara Sofija Ostan (spielt Lucia), Mina Švajger (spielt Ana-Maria)
Jara Sofija Ostan (spielt Lucia) und Mina Švajger (spielt Ana-Maria) in "Little Trouble Girls" (v.l.)

Die slowenisch-kroatisch-serbische Koproduktion "Little Trouble Girls" begleitet eine junge Chorsängerin, die sich in ein älteres Mädchen verliebt und ihre Sexualität entdeckt. Der Spielfilm erhielt bei der Berlinale 2025 den FIPRESCI-Preis und war der slowenische Oscarkandidat für den Besten internationalen Film 2026.

Im polnischen Spielfilm "Fucking Bornholm" (ab 17.10. in ARD Mediathek) entwickelt sich ein gemeinsamer Urlaub zweier Familien durch eine sexuelle Übergriffigkeit zwischen ihren Kindern zum handfesten Konflikt.

Von einem 19-jährigen Polen, der sich in einen Norweger verliebt, aus Angst vor der Reaktion seiner Landsleute jedoch seine Gefühle geheim hält, erzählt "Norwegian Dream". Mitreißende schwule Liebesgeschichte vor der Kulisse der norwegischen Fjord-Landschaft.

Josef (Martin Pechlát) mit seinen Kindern bei einem Widerstand gegen das Vorhaben von Viktor.
Szene mit Martin Pechlát aus "Trockenzeit".

"Trockenzeit", eine Koproduktion der 42film GmbH aus Halle (Saale) mit tschechischen und slowakischen Partnern, thematisiert einen Konflikt im Zeichen des Klimawandels. Zwischen profitorientierter Landwirtschaft und alternativer Lebensweise scheinen sich zwei Familienclans unversöhnlich gegenüberzustehen.

In der zugleich skurrilen und berührenden ukrainischen Komödie "Der Tierstimmensammler oder Das Lied der Scheuen Stockente" geht ein junger Sound-Designer auf eine abenteuerliche Fahrt nach Transkarpatien. Der preisgekrönte Film war 2020 in der Ukraine ein großer Kino-Erfolg.

Das einfühlsame inszenierte Drama "Fair Play" macht Doping im Sozialismus zum ersten Mal zum großen Filmthema. Authentisch, dicht und packend erzählt die tschechisch-slowakisch-deutsche Koproduktion die fiktive Geschichte einer jungen Sportlerin – angesichts der Dopingfälle, die immer wieder aufgedeckt werden, ist das Thema nach wie vor universell und aktuell.

In "Cold War – Der Breitengrad der Liebe" aus Polen entfaltet Oscar-Preisträger Pawel Pawlikowksi eine wechselvolle Liebesgeschichte in den Wirren des Kalten Krieges in visuell außergewöhnlichen schwarz-weiß-Bildern.

Während Rudina (Luli Bitri, l.) darüber nachdenkt, wie sie alle Probleme lösen kann, genießen ihr Sohn Orjon (Maxwell Guzja) und ihre Schwester Elma (Jonida Vokshi) das gemeinsame Essen.
Rudina (Luli Bitri, l.), ihr Sohn Orjon (Maxwell Guzja) und (Jonida Vokshi) in "Open Door".

Das Roadmovie "Open Door" wurde 2021 als albanischer Beitrag zur Oscar-Verleihung eingereicht. Regisseur Florenc Papas nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise einer Frau und ihrer jüngeren Schwester zu ihrem alten Vater. Um diesem den Schock zu ersparen, die unverheiratete Tochter schwanger zu sehen, wollen sie einen vermeintlichen Ehemann engagieren. (Ausstrahlung in Originalversion mit Untertitel)

In der bitterbösen Komödie "Men Of Deeds" zeigt Regisseur Paul Negoescu am Beispiel eines trägen Dorfpolizisten, wie bequem es sein kann, sich im Filz der Korruption einzurichten und wie gefährlich es ist, sich davon freizumachen. (Ausstrahlung in Originalversion mit Untertitel)

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