Ein Porträtbild des Journalisten Adrian Feuerbacher

Stellungnahme des NDR zur Vorwahlberichterstattung in Mecklenburg-Vorpommern

Stand: 16.08.2026 19:53 Uhr

Zu programmlichen Entscheidungen im Vorfeld der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern äußert sich der NDR Chefredakteur.

Adrian Feuerbacher, NDR Chefredakteur:

"Die Darstellung der BILD, der NDR habe die CDU zunächst in ein TV-Format eingeladen und sie 'später jedoch wieder vor die Tür gesetzt', ist frei erfunden und entbehrt jeder Grundlage. Leider hat es die BILD nicht für erforderlich gehalten, den NDR vor Beginn ihrer Berichterstattung um Stellungnahme zu bitten, das wäre journalistisch unabdingbar und inhaltlich ohne Frage hilfreich gewesen.

Tatsächlich haben die NDR Chefredaktion und die Chefredaktion des NDR Landesfunkhauses Mecklenburg-Vorpommern von vornherein und bereits im April 2026 die Spitzenkandidaten von CDU, Linke, Grüne und BSW zu einem Quadrell sowie die Spitzenkandidaten von SPD und AfD zu einem Duell eingeladen. Mit allen Parteien wurden entsprechende Gespräche geführt, allen Parteien wurden die Formate und die Aufteilung erläutert und begründet, alle Parteien haben ihre Teilnahme zugesagt. Dies gilt auch für die CDU.

Bereits im April wurde an alle genannten Parteien verbindlich und transparent kommuniziert, dass das Quadrell am 15.09.2026 stattfinden soll, das Duell am 16.09.2026, dass beide Formate im NDR Fernsehen bundesweit zur selben Uhrzeit - um 21.00 Uhr - und mit identischer Länge von einer Stunde gesendet werden sollen.

Weder die beiden Formate noch die Aufteilung oder die Einladungen wurden jemals geändert, keine Partei wurde jemals ausgeladen. Dies hat der NDR auch der CDU-Generalsekretärin schriftlich mitgeteilt.

Der NDR hat seine programmlichen Entscheidungen unabhängig und auf der Basis nachvollziehbarer Kriterien getroffen. Grundlage sind unter anderem die Ergebnisse der Vorwahlumfragen von Infratest dimap. Selbstverständlich steht es Parteien frei, unser Konzept zu kritisieren. Versuchen, politischen Druck auszuüben - ganz gleich von welcher Seite - werden wir nicht nachgeben."