Schwerpunkte der Plenartagung 
 

COP31-Klimagipfel: Parlament will schnelleren Abschied von fossiler Energie 

Beim UN-Klimagipfel will das Parlament auf einen schnelleren Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, mehr Klimafinanzierung und stärkere Hilfe für gefährdete Länder drängen.

Im Mittelpunkt der UN-Klimakonferenz (COP31), die vom 9. bis 20. November in Antalya (Türkei) stattfindet, wird die nächste globale Bestandsaufnahme und die Aufstockung der Klimafinanzierung stehen. Dazu gehört auch die Umsetzung des bei der COP29 vereinbarten neuen globalen Finanzierungsziels (NCQG).

Der Umweltausschuss des Parlaments warnt, dass 2025 zu den heißesten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen gehörte und Europa sich schneller erwärmt als jeder andere Kontinent. Die Abgeordneten fordern deshalb, den weltweiten Ausstieg aus fossilen Energien deutlich zu beschleunigen.

Bei der Klimafinanzierung soll besonders gefährdeten Staaten geholfen werden, ihre Schuldenlast zu senken. Zugleich fordert das Parlament mehr Geld für Anpassung an den Klimawandel sowie für Verluste und Schäden durch die Klimakrise.

Die Debatte über die UN-Klimakonferenz findet am Mittwochabend statt, die Abstimmung über die Entschließung am Donnerstag.

Hintergrund

Das Europäische Klimagesetz legt fest, die EU bis 2050 klimaneutral zu machen und die Nettotreibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu senken. Im Februar 2026 aktualisierte das Parlament das Gesetz mit einem Reduktionsziel von 90 Prozent für 2040.

Eine Delegation von 15 Abgeordneten unter der Leitung von Lídia Pereira (EVP, Portugal) wird vom 16. bis 20. November an den Klimagesprächen in Antalya teilnehmen.

Verfahrensübersicht: 2026/2666(RSP)

Debatte: Mittwoch, 21. Oktober

Abstimmung: Donnerstag, 22. Oktober

Verfahren: Mündliche Anfragen an den Rat und die Kommission, mit Entschließung