Bessere Rechte für Reisende bei Verspätungen und Ausfällen
Am Dienstag gibt das Parlament voraussichtlich grünes Licht für neue EU-Regeln, die Reisende bei Verkehrsstörungen besser schützen und informieren sollen.
Die im Juni 2026 mit dem Rat vereinbarten Regeln stellen klar, wie die Erstattung bei Stornierungen funktioniert, wenn Flüge über Vermittler gebucht wurden und ausfallen. Reisende sollen den vollen Preis einschließlich etwaiger Vermittlungsgebühren zurückbekommen. Vermittler müssen bereits bei der Buchung darüber informieren, wie Rückerstattungen geregelt sind.
Für Erstattungs- und Entschädigungsanträge soll es künftig einheitliche Formulare in allen EU-Sprachen und für alle Verkehrsmittel geben.
Gestärkt werden auch die Rechte von Menschen mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität. Ist eine Begleitperson während des Fluges notwendig, soll sie kostenlos mitfliegen können.
Hintergrund
Die Kommission legte 2023 neue Regeln für Passagierrechte bei Flug-, Bahn-, Schiffs-, Bus- und Fernbusreisen vor. Das Parlament hatte bereits Anfang 2026 eine spezifische Erweiterung der Rechte von Fluggästen beschlossen.
Etwa 13 Milliarden Menschen reisen jedes Jahr in der EU mit dem Flugzeug, Zug, Reisebus, Bus oder der Fähre und fallen unter die EU-Fahrgastrechte. Bis 2030 dürfte diese Zahl auf 15 Milliarden und bis 2050 auf fast 20 Milliarden steigen.
Verfahrensübersicht: 2023/0437(COD)
Verfahren: ordentliches Gesetzgebungsverfahren, Einigung in erster Lesung
Abstimmung: Dienstag, 20. Oktober
Pressekonferenz: Dienstag, 20. Oktober, 14.00 Uhr, mit Berichterstatter Matteo Ricci (S&D, Italien)