Erasmus+ ab 2028: Mehr Geld für mehr junge Menschen
Am Mittwoch debattiert das Parlament über die Prioritäten und den Finanzbedarf des Programms „Erasmus+ 2028–2034“. Am Donnerstag folgt die Abstimmung.
Der Kulturausschuss will das nächste Erasmus+-Programm für mehr junge Menschen öffnen - unabhängig von Einkommen, sozialem Hintergrund, Wohnort oder kultureller Herkunft.
Die Abgeordneten fordern dafür mindestens 47 Milliarden Euro. Die Kommission schlägt 40 Milliarden Euro vor. Für einzelne Bereiche sollen feste Anteile vorgesehen werden: 74,6 Prozent für Bildung und Ausbildung, 15 Prozent für Jugend und Freiwilligendienste, 4,1 Prozent für Sport.
Bei Erasmus-Stipendien sollen Lebenshaltungskosten, Mieten, Inflation und Kaufkraft in den jeweiligen Gastregionen und -städten stärker berücksichtigt werden. Zudem betonen sie, dass Stipendien in strategisch wichtigen Bereichen über das Programm „Horizon Europe“ oder den Europäischen Wettbewerbsfonds finanziert werden sollten. Dabei sollen die Mittel aus den Kernbereichen von Erasmus+ nicht reduziert werden.
Sobald das Plenum seine Position verabschiedet hat, können die Abgeordneten mit dem Rat über Struktur und Haushalt des Erasmus+-Programms verhandeln.
Verfahrensübersicht: 2025/0222(COD)
Debatte: Mittwoch, 21. Oktober
Abstimmung: Donnerstag, 22. Oktober
Verfahren: ordentliches Gesetzgebungsverfahren, erste Lesung