Mangelhafte Kommunikation und starre Prozesse – Enttäuschender Service für ein Premium-Produkt
Am 4. April 2026 haben wir in dem optisch sehr ansprechenden Store in München ein Bettgestell für ca. 2.000 Euro bestellt. Uns wurde eine Lieferzeit von 10 Wochen zugesagt, mit einer geplanten Lieferung zwischen dem 16. und 20. Juni. In der Zwischenzeit schliefen wir auf einer Matratze auf dem Boden.
Als wir letzte Woche telefonisch nach dem Status fragten, versicherte man uns, alles laufe nach Plan und das Bett werde spätestens am 20. Juni an das Transportunternehmen übergeben. Als wir heute (23. Juni – also nach über 11 Wochen Wartezeit) noch immer keine Versandbestätigung hatten, riefen wir erneut an. Plötzlich hieß es, es gäbe Logistikprobleme und die Lieferung verschiebe sich auf die Woche vom 24. August. Zu keinem Zeitpunkt wurden wir darüber proaktiv informiert.
Auf unsere verständliche Verärgerung hin teilte man uns mit, dass tatsächlich ein identisches Bettgestell im internen Lager verfügbar sei und innerhalb von 6-11 Tagen geliefert werden könnte. Die vorgeschlagene „Lösung“ war jedoch absolut inakzeptabel: Wir sollten die bestehende Bestellung stornieren, auf unbestimmte Zeit auf die Rückerstattung unserer 2.000 Euro warten und das Bettgestell zum vollen Preis komplett neu bestellen.
Für ein Unternehmen, das sich im Premium-Segment positioniert, werfen sich hier ernsthafte Fragen auf:
Warum wartet man als Kunde über 11 Wochen ohne jegliche proaktive Information über Verzögerungen?
Warum wurde uns letzte Woche am Telefon noch eine pünktliche Fertigstellung zugesagt, wenn offensichtlich massive Logistikprobleme bestanden?
Warum ist es einem Unternehmen mit solch hochpreisigen Artikeln IT- oder logistikseitig nicht möglich, ein vorrätiges Produkt einfach einer bestehenden, bereits bezahlten Bestellung zuzuordnen?
Obwohl andere Artikel aus derselben Bestellung damals problemlos geliefert wurden, ist dieses Vorgehen ein absolutes Armutszeugnis. Ein kundenorientiertes Unternehmen hätte von sich aus angerufen, sich aufrichtig entschuldigt und unbürokratisch das vorrätige Bett aus dem internen Lager verschickt.
Wir warten nun auf unsere Rückerstattung und werden unser Bettgestell bei einem anderen Anbieter kaufen – und bis dahin leider weiter auf dem Boden schlafen. Ich hoffe, das Unternehmen nimmt dieses Feedback ernst und überarbeitet seine internen Operations und Kommunikationsprozesse grundlegend, um sich das Vertrauen seiner Kunden künftig auch wirklich zu verdienen.
Antwort von Westwing Deutschland