US Open 2026 "Jeden Moment gehasst" - Erstrunden-Aus für Djokovic
Die US Open 2026 sind für Novak Djokovic schon am allerersten Turnier-Tag beendet. Der Serbe, der das Turnier in New York bereits vier Mal gewinnen konnte, scheiterte zum ersten Mal in seiner Karriere beim Grand-Slam-Turnier in der US-Metropole in der ersten Runde. Am Sonntagabend (Ortszeit) unterlag der 39-Jährige dem Argentinier Mariano Navone in fünf Sätzen mit 6:7 (5:7), 7:5, 6:4, 2:6, 1:6.
Djokovic, nach New York als Mitfavorit angereist, hatte vom Start weg nicht nur mit seinem stark aufspielenden Kontrahenten zu kämpfen - sondern vor allem auch mit seinem eigenen Körper. Im ersten Satz fühlte sich der Serbe sichtbar unwohl und nahm Tabletten gegen die Übelkeit. Der Durchgang ging schließlich per Tiebreak an Navone.
"Ich habe jeden Moment auf dem Platz gehasst", sagte Djokovic . Dabei offenbarte er tiefergreifende körperliche Probleme. "Es ist etwas, das mich leider in fast jedem Spiel dieses Jahr begleitet, ein wirklich ernstes Problem. Dann fängt mein ganzer Körper an, zusammenzubrechen, Krämpfe und Schmerzen. Mein Rücken hat einfach aufgegeben, am Ende auch die Schulter, und ich konnte es nicht mehr zu Ende bringen."
Djokovic muss sich übergeben
Im zweiten Satz musste sich Djokovic gar übergeben, immer mal wieder blickte der mehrfache Grand-Slam-Sieger apathisch ins Leere. Nach langen Ballwechseln pustete er zudem immer wieder angestrengt durch. Trotzdem schaffte es der 39-Jährige, bei den entscheidenden Punkten voll da zu sein. Beim Stand von 5:5 sicherte er sich das Break und kurz darauf auch den ersten eigenen Satzgewinn.
Der dritte Durchgang war dann ähnlich wie der zweite. Djokovic zeigte mit Gesten zwar immer wieder, dass er geschwächt war, stützte sich mehrfach auf seinem Schläger ab, konnte seinem Kontrahenten aber dennoch Paroli bieten und sicherte sich wieder ein spätes Break, das zum Gewinn des dritten Satzes reichte. Kurz darauf ging dann aber nichts mehr.
Novak Djokovic wirkte körperlich angeschlagen.
Navone: "Es ist fantastisch"
Nachdem Djokovic im vierten Satz noch mit 2:1 in Führung gegangen war, gewann der Serbe, den nun auch noch Rückenprobleme plagten, bis zum Matchende nur noch ein einziges Spiel. Nach mehr als viereinhalb Stunden war diese denkwürdige Partie schließlich beendet.
"Es ist fantastisch. Die Art, wie wir über fünf Stunden gekämpft haben - ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", sagte Navone nach dem Match. Der Sieg, ergänzte der 49. der Weltrangliste, "bedeutet mir viel. Es war echt schwer, ich habe hier gegen den Größten auf diesem Platz gespielt."
Zukunft des Serben ungewisser denn je
Schon bei den letzten Ballwechseln, als immer klarer wurde, dass Djokovic nicht mehr gewinnen würde, wurde der 39-Jährige immer emotionaler. Wie es für den Serben weitergeht, ist nach diesem sensationellen Erstrunden-Aus ungewisser denn je.