Oliver Zeidler jubelt mit der Deutschland-Flagge

Ruder-WM Oliver Zeidler rudert zum vierten WM-Titel

Stand: 30.08.2026 • 15:12 Uhr

Ruderer Oliver Zeidler bleibt das Maß der Dinge im Einer. Der Dominator von der Frankfurter Rudergesellschaft Germania hängte sich am Sonntag WM-Gold um. Und das bereits zum vierten Mal.

Oliver Zeidler hat seine beeindruckende Erfolgsserie am Sonntag fortgesetzt und bei den Weltmeisterschaften in Amsterdam seinen vierten WM-Titel im Männer-Einer gewonnen. Der Olympiasieger von Paris dominierte das Finale auf der Bosbaan und fuhr in 6:35,22 Minuten souverän vor dem unter neutraler Flagge startenden Belarussen Yauheni Zalaty (+ 3,11 Sekunden) und dem Norweger Jonas Slettemark Juel (+8,81 Sekunden) ins Ziel.

Der 30-Jährige von der Frankfurter Rudergesellschaft Germania bleibt damit in dieser Saison ungeschlagen und jubelt nach 2019, 2022 und 2023 erneut bei einer WM über Gold. Im Vorjahr hatte er bei der WM in Shanghai trotz deutlich reduzierten Trainingsaufwands wegen seines Studiums Silber gewonnen. Der griechische Titelverteidiger Stefanos Ntouskos hatte das Finale verpasst.

"Wahnsinnsgefühl und Riesenehre"

Vor knapp vier Wochen hatte sich Zeidler im italienischen Varese seinen vierten EM-Titel in EM-Rekordzeit von 6:36,39 Minuten gesichert. Perspektivisch will der Deutsche über die 2.000 Meter auch die Weltbestzeit von 6:30,74 Minuten angreifen, die der Neuseeländer Robbie Manson 2017 aufstellte.

"Ich hab’s noch nie geschafft, alle großen Titel zusammen zu halten: WM, EM und Olympia. Das ist natürlich ein Wahnsinnsgefühl und eine Riesenehre", sagte Zeidler nach dem WM-Finale am ARD-Mikrofon. "Ich bin sehr zufrieden."

Deutschland-Achter schrammt an WM-Medaille vorbei

Der Deutschland-Achter der Männer verpasste die erste WM-Medaille seit 2019 zuvor knapp. Das einstige Flaggschiff des Deutschen Ruderverbands (DRV) kam auf Platz vier. Das Großboot um Schlagmann Frederik Breuer lag auf den ersten 500 Metern noch in der Spitzengruppe, musste im weiteren Rennverlauf jedoch abreißen lassen.

Gold ging in einem packenden Foto-Finish und unter großem Jubel in Weltbestzeit von 5:17,57 Minuten an Gastgeber und Titelverteidiger Niederlande vor Olympiasieger Großbritannien und Australien. Damit unterboten die Niederländer die 2017 vom Deutschland-Achter aufgestellte Bestzeit. Das deutsche Boot lag nach 2.000 Metern in 5:20,71 Minuten nur knapp 2,5 Sekunden hinter den Medaillenrängen.

Frauen-Achter beendet WM auf Platz neun

Innerhalb von weniger als 24 Stunden ruderte die Männer-Crew drei Rennen. Wegen des großen Starterfelds waren am Sonntagmorgen erstmals seit 2011 wieder Halbfinals ausgefahren worden. Am Samstag hatte sich der da noch krankheitsbedingt mit zwei Ersatzruderern besetzte Deutschland-Achter im Vorlauf dafür qualifiziert, der aufgrund unfairer Windbedingungen als Einzelzeitfahren ausgetragen worden war. Im Halbfinale brachte Platz drei dann das Finalticket.

Vor knapp vier Wochen hatte der Deutschland-Achter mit EM-Silber für ein Erfolgserlebnis gesorgt. Bei der WM im Vorjahr in Shanghai hatte die Crew enttäuschend das A-Finale verpasst. Der im vergangenen Jahr noch überraschend auf WM-Platz vier geruderte deutsche Frauen-Achter musste sich mit mehreren Doppelstarterinnen besetzt diesmal mit dem B-Finale begnügen und beendete die WM auf Platz neun.

Dieses Thema im Programm: Sendung: hessenschau.de, 4. WM-Titel: Oliver Zeidler im Siegerinterview, 30.08.26, 15:10 Uhr

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