WM in Italien Pidcock Mountainbike-Weltmeister - van der Poel abgeschlagen
Klassikerkönig Mathieu van der Poel hat beim Abstecher ins Gelände seinen elften Weltmeistertitel klar verfehlt, stattdessen holte sich der Olympiasieger Tom Pidcock zum zweiten Mal die WM-Krone auf dem Mountainbike.
Bei den Titelkämpfen in Val di Sole landete van der Poel am Sonntag (30.08.2026) nur auf dem 30. Platz. Nach acht Weltmeisterschaften im Cross, einem Straßen- und einem Gravel-Titel blieb ihm der Traum vom erstmaligen Coup im Cross Country erneut verwehrt.
Den Sieg holte sich Pidcock, der wie schon 2023 triumphierte. Der Olympiasieger von Tokio und Paris siegte mit deutlichem Vorsprung vor seinem britischen Teamkollegen Charlie Aldridge und dem Kanadier Cole Punchard. "Es war sehr hart nach der Tour", sagte Pidcock und gedachte nach seinem Triumph seines britischen Landsmanns Finlay Tarling, der bei der Portugal-Rundfahrt nach einem tragischen Unfall ums Leben gekommen war.
Tom Pidcock rollt das Feld von hinten auf
Pidcock, der im Frühjahr noch Zweiter bei Mailand-Sanremo geworden war, musste wie van der Poel von weit hinten starten. Da beide bei den Weltcups kaum unterwegs waren, fehlten ihnen die nötigen Punkte für einen vorderen Startplatz. Während der Brite aber schnell durch das Feld pflügte, kam van der Poel kaum voran und erreichte mit einem Rückstand von 4:40 Minuten das Ziel.
Radprofi Tom Pidcock (l.) bei der Moutainbike-WM 2026 in Italien
Der dreimalige Paris-Roubaix-Sieger hatte zuletzt noch bei der Tour de France zwei Etappen gewonnen, darunter die prestigeträchtige Schlussetappe in Paris.
David List in den Top Ten
Ordentlich präsentierten sich die deutschen Fahrer. David List wurde Zehnter, Luca Schwarzbauer landete auf Platz 23. Bei den Frauen hatte zuvor die Schweizerin Sina Frei den WM-Titel geholt.