Eintracht-Dreierpacker Das Ebnoutalib-Märchen geht von vorne los

Nach einem schwierigen ersten Halbjahr in Frankfurt startet Younes Ebnoutalib per Dreierpack traumhaft in die Saison. Im zweiten Anlauf könnte das Märchen vom Jungen aus der Nordweststadt nun Wirklichkeit werden.

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Gewinner und Verlierer der Vorbereitung sind ja mittlerweile so etwas wie ein Running Gag geworden. Praktisch in jeder Saisonvorbereitung gibt es sie, die Spieler, die plötzlich die Sterne vom Himmel spielen und als potenzielle Durchstarter gelten, während anderen auf einmal gar nichts mehr gelingt. Sonderlich viel, das zeigt die Erfahrung, hat das alles nicht zu bedeuten, sobald die Liga losgeht. Schöne Grüße an dieser Stelle an Max Besuschkow oder Marijan Cavar, die in den vergangenen Jahren bei Eintracht Frankfurt vor der ganz großen Karriere standen. Also fast.

Younes Ebnoutalib hingegen war in den abgelaufenen Wochen vielleicht so etwas wie der Verlierer der Saisonvorbereitung. In den Testspielen war er zwar stets bemüht und doch glücklos, flugs machten erste Berichte die Runde, er sei in der Gunst von Trainer Adi Hütter gesunken. Angesichts von nur zwei bundesligatauglichen Stürmern im Kader hätte es nicht verwundert, wenn gegen Union Berlin Johnathan Burkardt als einzige Spitze gestartet wäre, damit Hütter mit Ebnoutalib eine Option auf der Bank gehabt hätte. Allein, es kam anders. Und wie. "Es freut mich, dass ich direkt im ersten Spiel drei Tore gemacht habe", grinste Ebnoutalib nach dem 3:3-Remis der Hessen zum Auftakt.

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"Die die drei Tore sind gut für meinen Kopf"

Stürmer sind eben eine eigenartige Spezies. Manchmal klappt wochenlang gar nichts, dann wieder treffen sie nach Belieben. "Ich bin wie eine Flasche Ketchup", prägte einst Stürmer Rade Prica von Hansa Rostock ein Bundesliga-Bonmot. "Erst kommt gar nichts und dann kommt alles auf einmal." So ungefähr dürfte es sich für Ebnoutalib auch gerade anfühlen. "Das war wichtig für ihn. Jetzt hat man gesehen, was er für eine Mentalität hat und dass er auch den Instinkt hat zu treffen. Das war für ihn ein super Bundesliga-Start", lobte Sportvorstand Markus Krösche.

Und oft sind es als Stürmer ja auch die Zufälle. Beim 1:1 gegen Union fiel Ebnoutalib im Getümmel des Fünfmeterraums der Ball vor die Füße, eine einfache Übung für Ebnoutalib. Sekunden später war es ein Fehler von Union-Verteidiger Leopold Querfeld, der Ebnoutalib den Weg zum 2:1 freimachte. Ein Geschenk des Schicksals, ein Geschenk der Union-Defensive, und schon war der Kopf frei. Das 3:1 besorgte Ebnoutalib per entschlossenem Volley-Schuss, da war die Ketchup-Flasche schon weit geöffnet. "Die die drei Tore sind gut für meinen Kopf. Das gibt einem Selbstbewusstsein", so Ebnoutalib nach dem Spiel.

"An gleich drei Tore habe ich wirklich nicht gedacht"

Für Ebnoutalib geht das Märchen bei Eintracht Frankfurt nun also nach halbjähriger Unterbrechung weiter. Im Januar war der in der Frankfurter Nordweststadt aufgewachsene Ebnoutalib nach allerlei Umwegen zu seinem Herzensverein Eintracht Frankfurt gewechselt und hatte direkt im ersten Spiel gegen Borussia Dortmund getroffen. Doch in der nächsten Partie gegen Stuttgart riss sich Ebnoutalib das Innenband im Knie und musste wochenlang zuschauen. Als er dann wieder fit war, hieß der Trainer Albert Riera und der ließ Ebnoutalib konsequent links liegen.

Nun also der Raketenstart in die neue Saison, der Fußball ist manchmal eben eigenartig und unberechenbar. "Ich setze mir immer Ziele, will immer ein gutes Spiel machen. Aber an gleich drei Tore habe ich wirklich nicht gedacht", staunte Ebnoutalib nach dem Spiel. In der Form darf es freilich gerne weitergehen, nur beim Ergebnis gibt es noch Verbesserungsbedarf. "Es wäre schöner gewesen, wenn wir am Ende noch gewonnen hätten", so Ebnoutalib.

Sendung: hessenschau.de, Dreierpacker Ebnoutalib,

Quelle: hessenschau.de

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