Bürgermeisterwahlen Drei neue Bürgermeister, zwei bleiben im Amt
In fünf hessischen Kommunen sind am Sonntag die Bürgermeister gewählt worden. In Zierenberg entschieden am Ende nur 43 Stimmen über den Wahlsieg.

Knappe Rennen und deutliche Siege gab es am Sonntag bei den Bürgermeisterwahlen in fünf hessischen Kommunen.
Besonders eng verlief die Wahl in Zierenberg (Kassel). Mit 50,73 Prozent setzte sich Amtsinhaber Rüdiger Germeroth (SPD) ganz knapp gegen seinen Herausforderer Karsten Kirchhof (unabhängig) durch, der auf 49,27 Prozent kam. Am Ende lagen gerade einmal 43 Stimmen zwischen den beiden Kandidaten. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,92 Prozent.
Für Germeroth ist es die zweite Amtszeit. Bei seiner ersten Wahl 2020 hatte er noch deutlich mehr Rückhalt: Damals holte er 74,1 Prozent der Stimmen.

Milligan wird neuer Bürgermeister in Münster
In Münster (Darmstadt-Dieburg) hat sich Marcus Milligan in der Stichwahl durchgesetzt. Der unabhängige Kandidat kam auf 52,45 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen Jörg Schroeter (FDP) durch, der 47,55 Prozent erreichte. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,41 Prozent.
Die Wahl war notwendig geworden, nachdem der langjährige Bürgermeister Joachim Schledt überraschend gestorben war. Schledt war erst Mitte März ohne Gegenkandidaten für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden. Für Milligan ist es der zweite Anlauf auf das Bürgermeisteramt. Bei seiner Kandidatur trat er diesmal unabhängig an und beendete dafür seine CDU-Mitgliedschaft.

Ittmann wird neuer Bürgermeister in Wartenberg
In Wartenberg (Vogelsberg) gibt es ebenfalls einen neuen Bürgermeister. Karsten Ittmann (unabhängig) setzte sich mit 93,43 Prozent deutlich gegen Norbert Wienold (unabhängig) durch, der auf 6,57 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 60,44 Prozent.
Amtsinhaber Olaf Dahlmann (SPD) war nach zwei Amtszeiten nicht erneut angetreten. Ittmann ist in Wartenberg aufgewachsen, war dort lange kommunalpolitisch aktiv und arbeitet als Lehrer an der Vogelsbergschule in Lauterbach.

Faßhauer in Habichtswald bestätigt
In Habichtswald (Kassel) wurde Amtsinhaber Daniel Faßhauer (SPD) wiedergewählt. Er war der einzige Kandidat und erhielt 79,94 Prozent der Stimmen. 20,06 Prozent stimmten mit Nein. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,17 Prozent. Faßhauer geht damit in seine zweite Amtszeit.
Die Wahl war allerdings von einem politischen Streit begleitet: Kurz vor dem Wahltermin hatte sich die örtliche SPD von ihrem eigenen Kandidaten distanziert. Hintergrund ist ein geplanter privater Grundstückskauf Faßhauers. Die SPD kritisiert, dass Faßhauer das Grundstück möglicherweise zu günstigeren Konditionen als vorgesehen erwerben könnte und stellt das Vergabeverfahren infrage. Faßhauer weist den Vorwurf zurück.

Simon bleibt Bürgermeister von Mainhausen
Auch in Mainhausen (Offenbach) bleibt der Amtsinhaber im Rathaus. Frank Simon (SPD) war der einzige Kandidat und erhielt 90,31 Prozent der Stimmen. 9,69 Prozent stimmten mit Nein. Die Wahlbeteiligung lag bei 40,09 Prozent.
Simon ist seit Anfang 2021 Bürgermeister von Mainhausen. Bei seiner ersten Wahl 2020 hatte er sich mit rund 60 Prozent gegen zwei Konkurrenten durchgesetzt.
