So erstellen Sie ein verbindliches Angebot in Deutschland

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Stripe Billing unterstützt jedes Preismodell – von wiederkehrenden Abrechnungen über gestaffelte bis hin zu hybriden Modellen –, damit Sie Ihre Kundinnen und Kunden ganz nach Ihren Vorstellungen verwalten können.

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  1. Einführung
  2. Was ist ein Angebot?
  3. Welche Pflichtangaben muss ein Angebot enthalten?
    1. Anschrift der Parteien
    2. Leistungs- oder Produktbeschreibung
    3. Nennung von Preisen
    4. Angabe der Zahlungsbedingungen
    5. Lieferbedingungen
    6. Gültigkeitsdauer des Angebots
    7. Rechtliche Hinweise
    8. Kontaktdaten einer Ansprechperson
  4. Wie kann die Struktur eines Angebots aussehen?
  5. Beispielsätze zum Formulieren von Angeboten
  6. So kann Stripe Sie bei der Angebotserstellung unterstützen

Zu jeder geschäftlichen Beziehung gehört ein Angebot. Es bildet die Grundlage für klare Vereinbarungen zwischen Anbietenden und Kundschaft und übernimmt damit eine wichtige Aufgabe für einen reibungslos funktionierenden Geschäftsalltag.

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Inhalte Ihr Angebot gemäß der Pflichtangaben aufweisen sollte und wie Sie diese mit präzisen Formulierungen in einer übersichtlichen Struktur umsetzen.

Worum geht’s in diesem Artikel?

  • Was ist ein Angebot?
  • Welche Pflichtangaben muss ein Angebot enthalten?
  • Wie kann die Struktur eines Angebots aussehen?
  • Beispielsätze für die Formulierung von Angeboten
  • So kann Stripe Sie bei der Angebotserstellung unterstützen

Was ist ein Angebot?

Ein Angebot ist eine rechtlich bindende Erklärung und Grundlage einer möglichen Geschäftsbeziehung. Es stellt bestimmte Waren, Dienstleistungen oder Leistungen zu festgelegten Konditionen bereit und dient dazu, potenzielle Kundinnen und Kunden klar und eindeutig über Preise, Leistungen und Bedingungen zu informieren.

Üblicherweise enthält ein Angebot detaillierte Angaben zu den angebotenen Produkten oder Dienstleistungen, deren Preisgestaltung, Zahlungsbedingungen, Lieferfristen und etwaigen Zusatzleistungen. Es ist wichtig, dass Sie Ihr Angebot transparent und eindeutig formulieren, damit keine Missverständnisse auftreten.

Ein Angebot unterscheidet sich von einer bloßen Anfrage oder einer allgemeinen Produktbeschreibung dadurch, dass es eine konkrete Absicht signalisiert, einen Vertrag einzugehen. Ein unverbindliches Angebot signalisiert lediglich Interesse an einer möglichen Geschäftsbeziehung, ohne die rechtliche Pflicht, die angegebenen Konditionen einzuhalten. Solche Angebote dienen oft dazu, erste Informationen über Produkte oder Dienstleistungen, Preise sowie Konditionen zu geben und eine Orientierungshilfe zu bieten. Es räumt Ihnen Flexibilität in unsicheren Märkten ein und ist offiziell eine Einladung zur Verhandlung für Ihre/n Geschäftspartner/in.

Gut formulierte Angebote helfen Ihnen dabei, Kundschaft zu gewinnen und schaffen zudem Vertrauen und Professionalität in der geschäftlichen Kommunikation.

Welche Pflichtangaben muss ein Angebot enthalten?

Rechtlich gesehen muss ein Angebot bestimmte Kriterien erfüllen, darunter Vollständigkeit und Klarheit, um gültig zu sein. Es ist so präzise wie möglich formuliert, minimiert Rückfragen und erleichtert den Vertragsabschluss. Ein Angebot kann eine Frist haben, sodass der Empfänger/die Empfängerin innerhalb einer bestimmten Zeit entscheiden muss. Falls die Annahme zu spät oder mit Änderungen erfolgt, gilt dies als neues Angebot. Wird es ohne Änderungen angenommen, entsteht ein bindender Vertrag.

Die Pflichtangaben sorgen für Transparenz und rechtliche Sicherheit – für Sie selbst und für Ihre Kundschaft. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht, welche Inhalte und Pflichtangaben ein Angebot in Deutschland enthalten sollte:

Anschrift der Parteien

Kaufleute müssen im geschäftlichen Verkehr Handelsbriefe – dazu zählen auch Angebote – mit korrekten Firmendaten, Rechtsform und Sitz versehen. Ihr Angebot sollte daher Ihren vollständigen Namen sowie Ihre Adresse bzw. die Ihres Unternehmens beinhalten. Gleiches gilt für Ihre potenzielle Kundschaft. Für den Empfänger/die Empfängerin sind ebenfalls der vollständige Name und die Adresse anzugeben.

Für die Erhebung und weitere Verarbeitung von personenbezogenen Daten potenzieller Kundschaft ist die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zu beachten.

Leistungs- oder Produktbeschreibung

Geben Sie genaue Spezifikationen für Ihre angebotenen Waren oder Dienstleistungen an. Dazu zählen zum Beispiel Mengenangaben und eventuell zusätzliche Informationen wie Maße, Material oder technische Details. Es ist wichtig, hier so präzise wie möglich zu informieren, damit Ihre Kundschaft genau weiß, was sie erwarten kann.

Nennung von Preisen

In Ihr Angebot gehören sowohl Einzelpreise als auch der Gesamtpreis der angebotenen Produkte oder Dienstleistungen. Dabei sollten Sie die enthaltene oder zuzüglich zu entrichtende Mehrwertsteuer eindeutig kenntlich machen. Nach Preisangabenverordnung (PAngV) sind Preise transparent und inklusive Mehrwertsteuer auszuweisen, wenn sich das Angebot an Endverbraucher richtet. Wenn Sie Ihrer Kundschaft Rabatte oder Sonderkonditionen einräumen möchten, nehmen Sie dies ebenfalls mit auf. Gleiches gilt für etwaige Zusatzkosten wie zum Beispiel Liefergebühren oder Versandkosten.

Angabe der Zahlungsbedingungen

Bei den Zahlungsbedingungen handelt es sich ebenfalls um eine Pflichtangabe für Ihr Angebot. Welches Zahlungsziel möchten Sie einräumen? Soll Ihr Kunde beispielsweise direkt nach Lieferung bezahlen oder innerhalb von 14 Tagen? Welche Zahlungsmethoden akzeptieren Sie? Eine Information zu Verzugszinsen oder Mahngebühren bei verspäteter Zahlung ist nicht verpflichtend, trägt aber zu mehr Transparenz bei.

Lieferbedingungen

Damit Ihre Kundinnen und Kunden wissen, wann oder bis wann Sie Ihre Leistung erbringen, geben Sie eine Lieferfrist oder ein Lieferdatum an. Auch der Ort der Lieferung sollte klar geregelt sein. Gerade bei großen Teilen ist es ein entscheidender Unterschied, ob ein Produkt zum Beispiel frei Haus geliefert wird oder ab Werk. Angaben zu Versandkosten und -bedingungen vervollständigen diesen Punkt.

Gültigkeitsdauer des Angebots

Setzen Sie eine klare Frist, bis wann das Angebot gültig ist. Das gibt Ihrer potenziellen Kundschaft eine Orientierungshilfe zur Entscheidung und Ihnen selbst mehr Sicherheit. Sollten sich beispielsweise nach Ablauf des Angebots Preise bei zuliefernden Unternehmen ändern, können Sie dies in ein neues Angebot einfließen lassen.

Rechtliche Hinweise

Falls Sie AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) nutzen, müssen diese nach § 305 BGB leicht zugänglich und transparent sein. Ein Hinweis auf die AGB sollte auch in Ihrem Angebot enthalten sein. Bei Angeboten an Verbraucher/innen im Fernabsatz, zum Beispiel über einen Online-Shop, müssen Sie über das gesetzliche Widerrufsrecht informieren.

Kontaktdaten einer Ansprechperson

Für mehr Serviceorientierung ist es sehr hilfreich, eine konkrete Ansprechperson auf Seiten des Anbieters/der Anbieterin zu benennen. Das erleichtert es Ihrer potenziellen Kundschaft, bei Fragen oder Unklarheiten direkt Kontakt mit jemandem aufzunehmen, der sich mit dem Thema auskennt. Geben Sie daher idealerweise eine Telefonnummer sowie eine E-Mail-Adresse an.

Wie kann die Struktur eines Angebots aussehen?

Die Struktur eines Angebots orientiert sich grundsätzlich an den Pflichtangaben. Hinzukommt eine freundliche Begrüßung mit einer klaren Einleitung. Sie können sich beispielsweise für das Interesse bedanken oder – falls bereits ein Gespräch stattgefunden hat – für den informativen Austausch. Sie zeigen so, dass Sie eine Zusammenarbeit anstreben und können auch kurz erläutern, wie Ihr Angebot Ihrer Kundschaft weiterhelfen kann. Das Ziel ist es, den Empfänger/die Empfängerin direkt positiv anzusprechen.

Ihren vollständigen Namen, Anschrift, Unternehmensname, Rechtsform, ggf. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder Handelsregistereinträge befinden sich üblicherweise im Briefkopf. Es empfiehlt sich daher, Ihre Angebote auf Briefpapier zu drucken oder Stripe Billing als unterstützendes Tool zu nutzen. Mit Billing können Sie Angebote und Rechnungen einfach und schnell erstellen. Generieren Sie individualisierte Zahlungslinks und senden Sie diese direkt an Ihre Kundinnen und Kunden. Wird Ihr Angebot angenommen, wandelt Billing dieses automatisch in eine Rechnung um.

Ihre Produkt- oder Leistungsbeschreibung im Angebot sollte so präzise und verständlich wie möglich sein. Falls Sie mehrere Leistungen anbieten, empfiehlt es sich, diese in einer tabellarischen Übersicht darzustellen. Das erhöht die Lesefreundlichkeit und schafft Übersichtlichkeit. Diese Tabelle ist auch ein guter Platz für die Angabe der Einzelpreise und des Gesamtpreises.

Darunter listen Sie Zahlungs- und Lieferbedingungen sowie die Gültigkeitsdauer des Angebots auf. Keine Pflicht, aber sehr empfehlenswert ist es, mit einer positiven und einladenden Botschaft abzuschließen.

Beispielsätze zum Formulieren von Angeboten

Wenn Sie ein Angebot erstellen, können Sie standardisierte Sätze und Formulierungen verwenden. Das spart Zeit und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass alle wichtigen Informationen in Ihrem Angebot enthalten sind. Hier sind einige Beispiele:

  • „Vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne unterbreiten wir Ihnen das folgende Angebot.“
    Dieser Satz ist eine freundliche Einleitung und signalisiert Wertschätzung. Ein persönlicher Hinweis – zum Beispiel die Bezugnahme auf ein vorangegangenes Telefonat – verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Wenn die Kundin oder der Kunde früher schon einmal bei Ihnen gekauft hat, können Sie zur Stärkung der Kundenbindung auch das erwähnen.

  • „Wir beraten Sie bei der Entwicklung einer maßgeschneiderten Marketingstrategie, die auf Ihre Unternehmensziele zugeschnitten ist.“ oder „Wir liefern Ihnen 50 weiße Stühle (Modellname).“
    Je nachdem, ob Sie ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung anbieten, ist an diesem Punkt eine klare Beschreibung der Leistung erforderlich. Bei kreativen Dienstleistungen können Sie beispielsweise angeben, welche Rechte Ihre Kundin oder Ihr Kunde erwerben wird oder wie viele Überarbeitungsrunden enthalten sind. Sie sollten auch den Stückpreis des Produkts oder den Stundensatz für Ihre Dienstleistung angeben. Wenn der Umfang einer Dienstleistung im Voraus geplant werden kann, aber nicht sicher ist, ist ein entsprechender Hinweis für Ihre Kundinnen und Kunden hilfreich (z. B. „Zusätzliche Arbeit wird mit einem Stundensatz von 80 USD zuzüglich 19 % USt. berechnet.“).

  • „Der Gesamtpreis beträgt 2.500 € inklusive 19 % USt.“
    Wenn sich Ihr Angebot an Einzelpersonen richtet, muss der Preis inklusive Umsatzsteuer angegeben werden. Bei Unternehmen sind Angebotspreise ohne Umsatzsteuer üblich. In jedem Fall muss Ihren Kundinnen und Kunden klar sein, welche Preise für welche Leistungen berechnet werden.

  • „Die Lieferung erfolgt innerhalb von 10 Werktagen nach Eingang der Bestellung.“
    Ein klarer zeitlicher Rahmen für die Lieferung schafft Verbindlichkeit und Vertrauen. Der Termin sollte realistisch sein. Verspätete Lieferungen schaden Ihrem Ruf als Unternehmen. Übermäßig lange Lieferzeiten lassen Sie im Vergleich zur Konkurrenz unattraktiv aussehen.

  • „Bitte beachten Sie, dass dieses Angebot bis zum 31. Dezember 2025 gültig ist.“
    Eine klar kommunizierte Frist schafft Entscheidungsdruck bei Interessentinnen und Interessenten. Außerdem erhalten Sie Gelegenheit zu einer erneuten Kontaktaufnahme, wenn die Frist näher rückt.

  • „Bitte zahlen Sie innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung per Banküberweisung.“
    Klare Zahlungsbedingungen sichern Ihre eigenen Finanzprozesse ab. Mit Stripe Billing können Sie auch automatische Zahlungserinnerungen senden, wenn Ihre Kundinnen und Kunden in Verzug sind.

  • „Wenn Sie Fragen haben oder weitere Informationen benötigen, können Sie sich jederzeit telefonisch oder per E-Mail an uns wenden.“
    Das signalisiert Offenheit für Kommunikation und Interesse an potenziellen Kundinnen und Kunden und vermittelt ein positives Bild Ihres Kundenservice.

  • „Unser Angebot enthält auch kostenlosen Support für die ersten drei Monate.“
    Wenn Sie zusätzliche Dienstleistungen anbieten können oder wollen, ist das ein gutes Verkaufsargument. Indem Sie die zusätzlichen Dienstleistungen hervorheben und im Angebot klar dokumentieren, unterstreichen Sie den Mehrwert der Zusammenarbeit mit Ihnen.

  • „Es versteht sich von selbst, dass wir bei der Produktion Ihres Produkts/Erbringung Ihrer Dienstleistung höchste Qualitätsstandards anwenden.“
    Es kann hilfreich sein, Ihren Einsatz für Qualität und Service zu kommunizieren, insbesondere wenn Kundinnen und Kunden zum ersten Mal mit Ihnen zusammenarbeiten. So wissen sie, welche Werte Ihnen innerhalb der Beziehung wichtig sind. Im besten Fall sind diese Werte auch für Ihr Gegenüber von Bedeutung, was dazu beiträgt, gleiche Ausgangsbedingungen zu gewährleisten.

  • „Für eine verbindliche Bestellung senden Sie uns bitte bis zum oben genannten Datum Ihre Bestellbestätigung.“
    Diese klare Handlungsaufforderung bietet Orientierung und Gewissheit und beschleunigt die Entscheidungsfindung.

Diese Beispiele sind nicht vollständig und können je nach Branche erweitert werden. Alles in allem können sie dazu beitragen, Ihr Angebot präziser, freundlicher und überzeugender zu gestalten und gleichzeitig den/die Empfänger/in zu einer bestimmten Entscheidung zu führen.

So kann Stripe Sie bei der Angebotserstellung unterstützen

Stripe unterstützt Unternehmen bei der Angebotserstellung durch verschiedene Tools und Funktionen, die den Prozess effizienter und professioneller gestalten.

Neben den oben bereits genannten Vorteilen unterstützt Stripe Billing Sie bei der Angebotserstellung und bietet verschiedene Zahlungsoptionen. Dazu zählen einmalige Zahlungen genauso wie wiederkehrende Zahlungen und Abonnements oder Ratenzahlungen.

Diese Optionen lassen sich direkt in Ihre Angebote einbinden, damit Sie attraktive und flexible Konditionen anbieten können. Für einen professionellen optischen Eindruck erhalten Sie zudem die Möglichkeit, Ihre Angebote individuell an das Corporate Design Ihres Unternehmens anzupassen.

Gerade wenn Sie international tätig sind und Kundschaft im Ausland haben, macht Billing Ihre Angebote attraktiver, denn es unterstützt über 135 Währungen und zahlreiche Zahlungsmethoden. So vereinfacht Billing Ihre Angebotserstellung und optimiert darüber hinaus Ihre gesamte Zahlungs- und Verwaltungsstruktur, was Ihnen Zeit spart und Ihre Kundenzufriedenheit erhöht.

Über das Dashboard von Stripe können Sie außerdem den Status von Zahlungen und ausstehenden Angeboten überwachen. Eine Alternative zu Billing ist Stripe Invoicing Plus, ein Upgrade von Stripe Invoicing, welches ebenfalls das Erstellen von Angeboten ermöglicht und eine Vielzahl von Zahlungsoptionen und Vorteilen bietet.

Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.

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